Kirwametropole Speinshart

Die Kirwagäste waren beim Bobfahrerlied in Hochstimmung auf der Tanzfläche. Bild: nil
Lokales
Speinshart
18.09.2015
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"Oh Kirwa lou net nou, wir bleim nu länger dou" oder "Spoinsada Kirwa, des is die Beste mei Liaba" dröhnte es immer wieder beim großen Kirwatanz im Speinsharter Gemeindezentrum.

Nach dem grandiosen erstmaligen "Kirwabamfest" in der Nacht von Freitag auf Samstag neben der historischen Klosterkirche übertraf auch die Nacht der Tracht von Samstag auf Sonntag alle Erwartungen. Die KLJB machte sich dabei erneut zum Garanten für ein großes Kirwaspektakel.

Werbetrommel im Vorfeld

Im Vorfeld hatte die fleißige Landjugendtruppe kräftig die Werbetrommel gerührt und hohe Erwartungen geweckt. "Wenn wir mit dem Kloster Speinshart schon eine der größten Kirchentürme in der nördlichen Oberpfalz haben, muss es in Speinshart auch eine der besten Kirchweihfeiern der nördlichen Oberpfalz geben", wurde bereits vor Monaten als Devise ausgegeben. Sowohl der tolle Auftakt am Freitag als auch der Rekordbesuch am Samstag gaben den Jugendlichen Recht.

Helfer haben viel zu tun

Die über 30-köpfige Helfermannschaft mit ihren beiden Verantwortlichen Philipp Seitz und Teresa Nickl hatten die ganze Nacht alle Hände voll zu tun, um den großen Ansturm zu bewältigen. Die beiden Landjugendvorsitzenden strahlten bei der Begrüßung der vielen Kirwamädel und Kirwaburschen aus nah und fern fast um die Wette.

Mit sicheren drei Schlägen und wenigen Tropfen daneben zapfte Bürgermeister Albert Nickl am Samstagabend souverän das offizielle Kirwafass an und eröffnete das Kirwaspektakel mit den Worten: "O'zapft is".

Mit breitgefächertem Repertoire von Bayerischer, Stimmungs- bis zur Rockmusik sorgte "Saggradi" mit Bandleader Tobias Lautner aus Vorbach bis weit nach Mitternacht für Bombenstimmung. Mit ihrer Mitternachtsrunde mit Bobfahrerlied oder Atemlos kochte die Stimmung am Siedepunkt und man hatte den Eindruck, dass Speinshart Bayerns Kirwametropole ist.

Mit "Kirwamoidla kierts a Mal" forderte Lautner die Kirwamoidla von der KLJB immer wieder heraus, dass aus ihren anfänglichen inbrünstigen Kierschreien am Schluss nur noch leises Getöne wurde. Die vielen fleißigen Helfer der KLJB hatten mit ihrem Kirwa-Angebot auch für das leibliche Wohl der Gäste vorgesorgt. In den Sonntagmorgenstunden hieß es: "Wenn na' dey Kirwa a weng lenger dauern dat."

Die letzten Gäste traten schließlich den Heimweg erst an, als viele Speinsharter bereits am Kirwafrühstückstisch saßen. Auch beim Aufräumen leistete das Helferteam ganze Arbeit, so dass noch vor 7 Uhr der Saal geräumt war, die Reinigungsfrauen ihren schweren Dienst aufnahmen und die Landjugendtruppe bereits vom nächstjährigen Kirwaevent träumte.
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