Kloster zeigt Schau über das Prager Konservatorium
Meister-Schmiede

19 Schautafeln zeichnen die Geschichte des Prager Konservatoriums nach. Die Entwicklung der Musikhochschule spiegelt auch die Entwicklung zwischen Deutschen und Tschechen wider. Bild: lfp
Lokales
Speinshart
11.07.2015
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19 Schautafeln informieren seit Mittwoch im Oberen Konventgang des Klosters über das Prager Konservatorium. Neben der Gesichte der 1811 gegründeten Lehranstalt zeichnet die Schau auch die Lebenswege einiger Absolventen nach. Andreas Wehrmeyer vom Sudetendeutschen Musikinstitut Regensburg hielt den Eröffnungsvortrag, den die Werke tschechischer Komponisten umrahmten.

Böhmische Adlige haben das Konservatorium gegründet, um das reiche Musikleben zu erhalten. Generationen junger Musiker erhielten dort ihre Ausbildung. Wehrmeyer hat die ursprünglich tschechische Ausstellung ins Deutsche übertragen. Er betonte, dass das Prager Konservatorium bis zur Gründung der Tschechoslowakei 1918 eine Lehranstalt für Tschechen und Deutschböhmen war. "Die Konzertprogramme waren zweisprachig. Die Unterrichtssprache war zunächst Deutsch, später Tschechisch." Im Konservatorium habe sich auch immer die Beziehung zwischen Deutschen und Tschechen widergespiegelt.

Am Ende lud Thomas Englberger zur Besichtigung ein und wies auf das Kammerkonzert am 26. Juli um 16 Uhr mit Jirí Polácek (Bariton) und Lenka Navrátilová (Klavier) im Musiksaal hin. Das Konzert begleitet die Ausstellung. Der Referent der Begegnungsstätte war bei der Eröffnung auch als Klarinettist zu hören. Mit Reinhard Maier am Klavier spielte er Stücke von Zdenek Fibich und Milan Dlouhý, der auf dem Prager Konservatorium seine Ausbildung erhielt.

Die Ausstellung ist bis Ende August an Sonn- und Feiertagen von 13.30 bis 17 Uhr zu sehen. Andere Termine können unter 09645/60193601 oder info@kloster-speinshart.de vereinbart werden. Weitere Informationen unter www.kloster-speinshart.de.
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