Millionen für sechs Projekte

Lokales
Speinshart
16.03.2015
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Ein kleines Dorf schreibt große Zahlen. Fast 4,7 Millionen Euro beträgt das Haushaltsvolumen der Gemeinde für 2015. Beinahe doppelt so viel wie im Vorjahr.

"Die Zukunft im Blick" nennt Bürgermeister Albert Nickl die Investitionsoffensive, die mit dem Rekordhaushalt verbunden ist. 2,5 Millionen Euro werden in die strukturelle Stärkung des Gemeindegebietes gesteckt. Genau 293 Prozent mehr als im Vorjahr, wie Kämmerer Karl Stopfer erwähnte.

Sechs "längst fällige Investitionen" listete der Bürgermeister auf. Eine erste Kostenberechnung liegt für den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße zum Barbaraberg vor. Beginnend von der Kreisstraße NEW 5 sind bis zum Ausbauende auf dem heiligen Berg der Speinsharter 438 000 Euro eingeplant. Im Zuge der Sanierung der Kreisstraßen-Ortsdurchfahrt in Münchsreuth ist die Gemeinde mit 150 000 Euro dabei. Hauptkostenträger ist der Landkreis.

Parkplätze beim Klosterhof

Mit einer spürbaren Verbesserung der Parksituation rund um den Klosterhof will die Kommune Anliegern und Gottesdienstbesuchern entgegenkommen. Schon im laufenden Jahr rechnen Bürgermeister und Gemeinderat mit Baukosten von 640 000 Euro. 2016 werden noch einmal 60 000 Euro anfallen. Für den Parkplatzbau ist Roland Hörl die gerechte Kostenverteilung ein besonderes Anliegen. Der zweite Bürgermeister möchte eine Mitfinanzierung durch das Kloster.

Mit viel Optimismus gehen die Kommunalpolitiker die Sanierung des Anwesens 23 im Klosterhof an. Das an die Pelta-Kapelle angrenzende Gebäude wird für das Klosterdorf zur Spardose. Mit einem Restaurierungsvolumen von gut einer Million Euro ist es in den nächsten Jahren das größte Bauprojekt der Gemeinde. Dafür ist 2015 eine Anfinanzierung in Höhe von 300 000 Euro im Etat eingestellt. Nach der Fertigstellung soll das künftige "Haus der Bürger" als weiteres Schmuckkästchen des historischen Klosterhofes weit in das Land hinaus strahlen.

Interkommunal ist der - laut Gemeindechef - "Lückenschluss zwischen der Oberpfalz und Oberfranken". Gemeint ist der Radwegebau zwischen Speinshart und Oberbibrach. Damit biete sich die Chance einer regionsübergreifenden Radwegtrasse mit der Ertüchtigung von Gemeindeverbindungs- und Flurwegen ohne Grundverbrauch. Für das Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Speinshart und Vorbach, des Landkreises und des Amtes für Ländliche Entwicklung sind im Speinsharter Haushalt 695 000 Euro veranschlagt. Mit einem Bauvolumen von 464 000 Euro wird für das laufende Jahr gerechnet. Die Kommunalpolitiker und die Finanzverwaltung rechnen mit Zuwendungen von knapp zwei Millionen Euro.

Griff in die Rücklagen

Die Zuschüsse zu den Einzelbaumaßnahmen bewegen sich zwischen 60 und 80 Prozent. Weiterhelfen muss ein Griff in die Rücklagen. Von 624 000 Euro muss eine Entnahme von 499 000 Euro die Finanzierungslücke ausgleichen. Zusammen mit der Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt (179 000 Euro) und Anliegerbeiträgen (115. 00 Euro) bewertete der Bürgermeister den Haushalt 2015 als solide und Signal des Aufbruches. Er dankte Kämmerer Karl Stopfer und der Finanzverwaltung der Verwaltungsgemeinschaft für die "gute Arbeit" und erbat vom Gemeinderat das "Ja" zu Haushaltsplan- und Satzung, zum Finanz- und Stellenplan und zum Investitionsprogramm. In nichtöffentlicher Sitzung vorberaten, billigte das Gremium das Haushaltswerk einstimmig.
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