Naturpark Oberpfälzer Wald eröffnet Dauerausstellung im Kloster Speinshart
Wald und Wiese in der Wieskapelle

Landrat Andreas Meier (von links), Bürgermeister Albert Nickl, Diplombiologin Mathilde Müller und Naturparkgeschäftsführer Martin Koppmann.
Lokales
Speinshart
10.09.2015
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Die Wieskapelle ist bekannt als Ort der Kunst, künftig soll sie auch Ort der Information werden. Der Naturpark Oberpfälzer Wald nutzt die Räume für eine Dauerausstellung. Die soll die Vielfalt des dörflichen Lebens zeigen.

Vogelgezwitscher empfing die Besucher der Eröffnung. Zur Vielfalt auf dem Land zählt eben auch die Tierwelt. Die Ausstellung dokumentiert, wie Dörfer für Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bieten. Die Schau widmet sich aber auch Gebäuden, Mauern, Gärten, Streuobstbeständen, Wegrändern und sogar Pflasterfugen. Sie zeigt, wie Kulturpflanzen, Wildkräuter und Zierpflanzen das Gesicht der Dörfer prägen.

Speinsharts Bürgermeister Albert Nickl freute sich, dass der Naturpark nun in Speinshart vertreten ist und seine "einmalige Naturlandschaft" präsentiert. Die Wieskapelle sei der richtige Ort. Landrat Andreas Meier nannte Speinshart einen "Ort mit viel kulturellem Leben". "Es ist etwas Besonderes, Hausherr dieses Baus zu sein. Der Naturpark ist stolz, in seinem Jubiläumsjahr diesen besonderen Ort mit einer besonderen Infostelle auszustatten." "Nur wenn man kennt, was geschützt wird, entwickelt sich eine Beziehung", sagte Meier.

Abseits der Gebäude einen Blick auf Natur und Kultur zu werfen, war das Anliegen von Biologin Mathilde Müllner. Das Klosterdorf habe sich sehr gewandelt. Geblieben sei die Pflanzenwelt. "Im Zuge der Renaissance der Wildkräuterküche werden fast vergessene Pflanzen heute wieder geschätzt." Die Tiervielfalt dokumentieren Präparate von Schleiereule und einer braunen Langohrfledermaus. Ergänzt wird die nur an Sonn- und Feiertagen geöffnete Ausstellung durch einen "digitalen Bilderrahmen" mit Ausschnitten aus Tier- und Pflanzenwelt im und um das Dorf. Bürgermeister Nickl wünschte sich viele Besucher und überraschte Müllner mit Gelee und Klostersekt und Meier und Koppmann mit Klosterbier.
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