Radwegbau: Gemeinderat billigt Vereinbarungen
Drei im Finanzierungsboot

Lokales
Speinshart
22.05.2015
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Die umfangreichen Baumaßnahmen für die Radwegeverbindung Speinshart-Oberbibrach können beginnen. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Mittwochabend die erforderlichen Vereinbarungen mit der Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung gebilligt beziehungsweise dem Bürgermeister dafür Handlungsvollmacht erteilt.

Aus förderrechtlichen Gründen ist das Projekt in die Flurneuordnung der Kommune mit der Teilnehmergemeinschaft Speinshart II als Träger integriert. Kein Hindernis stellt deren leere Kasse dar: Die Gemeinde garantiert, die auf die Dorferneuerung entfallenden Kosten zu übernehmen. Dazu bedurfte es einer vertraglichen Vereinbarung zwischen der Teilnehmergemeinschaft und der Gemeinde, die Bauträger ist. Mit im Finanzierungsboot sitzen das Amt für Ländliche Entwicklung und der Landkreis.

Gegenstand des Vertrags ist die Kostenregelung für den Neubau der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Münchsreuth und Holzmühle mit Bauende an der Creußen. Eine Teilstrecke der Straße gehört künftig zur Radwegtrasse. Die prozentuale Aufteilung der Kosten auf die verschiedenen Beteiligten ist kompliziert. Jedenfalls bleibt nach Abzug der Fördermittel aus dem Dorferneuerungsprogramm der Flurbereinigung ein Eigenleistungsanteil von 28 Prozent. Diese teilen sich Landkreis und Gemeinde im Verhältnis von zwei zu einem Drittel.

Bürgermeister Albert Nickl rechnet mit einer baldigen Auftragsvergabe und dem Beginn der Baumaßnahme spätestens im Herbst. Den Anliegern versicherte er eine rechtzeitige Informationsversammlung.

Nachdem weitere Teilstrecken des künftigen Radwegs nicht im Flurneuordnungsplan der Teilnehmergemeinschaft enthalten sind, bedurfte es einer weiteren vertraglichen Regelung: und zwar für die Neubautrassen zwischen dem Radweg Tremmersdorf-Speinshart an der Staatsstraße 2168 bis zur Abzweigung auf Höhe Haselhof und das Teilstück zwischen der Gemeindegrenze zu Vorbach und der Einmündung in die Gemeindeverbindungsstraße nach Münchsreuth.

720 Meter Weg werden in Asphalt, 1,35 Kilometer in Schotter gebaut. Im Zuge einer Wegebauvereinbarung außerhalb eines Verfahrens nach dem Flurbereinigungsgesetz übernimmt das Amt für Ländliche Entwicklung 65 Prozent der auf 375 000 Euro geschätzten Kosten. Die restlichen 35 Prozent teilen sich wiederum Landkreis und Gemeinde im Verhältnis von zwei zu einem Drittel.
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