Sänger geben Stoff

Hin und weg war das Publikum, das die Darbietungen der Sänger zum Schluss des fast zweistündigen Konzertabends mit Ovationen feierte.
Lokales
Speinshart
28.07.2015
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Der Auftritt fügte sich ein in die Reihe hochkarätiger Konzerte hinter Klostermauern. Die Sänger von Singing Witt waren mit jeder Faser bei der Sache. Und sie trugen Spendierhosen.

Schritt für Schritt entwickelt sich das Klosterdorf zum Leuchtturm der Kultur. Nach den fulminanten Gastspielen des Salonorchesters Neustadt/WN und des Landestheaters Oberpfalz (wir berichteten) verzauberte Singing Witt, der Chor des Versandhauses, das Publikum.

Die Voraussetzungen waren ideal. Golden schimmerten die Zwillingstürme der Klosterkirche im Abendhimmel, den Innenhof der Prämonstratenser-Abtei "zierte" ein Gerüst-Vorhang nach Christo, mystisch die bunten Lichteffekte und Besuchermassen, die zum Teil "Standhaftigkeit" mitbringen mussten. Für die Stehplätze bat Pater Lukas, Leiter der Internationalen Begegnungsstätte Speinshart, um Verständnis. "Die Freude wird überwiegen", versprach der Ordensmann. Gleichzeitig dankte der Prämonstratenser-Chorherr für das Benefizkonzert. "Was Witt für uns tut, ist großartig."

600 Zuhörer

Fast zwei Stunden ohne Pause verzückten die gut 50 Akteure das Publikum. Schon die ersten Songs vermittelten musikalisches Feingefühl. Die Handschrift von Chorleiterin Stefanie Zühlke-Schmidt wurde deutlich. Es stand ein Chor auf der Bühne, der als Team Leidenschaft versprühte. Die Kollegen vereinten sich zu einem harmonischen Ganzen - ein klingender Beweis für ungestörtes Betriebsklima.

Der Abend in Speinshart entwickelte sich zu einem abwechslungsreichen Konzert, so richtig nach dem Geschmack der rekordverdächtigen 600 Besucher. Entspannt und galant, stimmlich souverän und voluminös hatte Zühlke-Schmidt mit talentierten Betriebsangehörigen ein musikalisches Feuerwerk zusammengestellt. Ein Tsunami aus Gospel, Pop, Musical, Romantik und Alpenrock rollte auf die Hörerschaft zu.

Mit Yakanaka Vhangeri betonte der Chor seine stimmliche Größe von Anfang an. Es folgte eine Traummelodie nach der anderen. Gesangliche Höchstleistung vollbrachten die Sänger etwa bei "Freude schöner Götterfunken", "Hallelujah, "Hit the Road Jack" und "Lollipop". 23 Lieder präsentierte das Ensemble sinnlich, und dann wieder ganz entfesselt. Ein Programm gab es nicht. Charmant kündigten die Chorleiterin und weitere Akteure die Beiträge an.

So zum Beispiel Sarah Brightmans und Andrea Bocellis "Time to say goodbye" und "We are the World". Ganz großes Musical-Kino mit Songs aus Cats, My Fair Lady, König der Löwen und Sister Act wurde erlebbar in "Ich hab getanzt heut Nacht", "Sister Act" und "Memory". Louis Armstrongs "What a wonderful World" gehörte ebenfalls zu diesen unverwüstlichen Nummern. Bei so viel Schwung gelangen auch die Klassiker "Bohemian Rhapsody" und die Hymne "We are the World". "Weit, weit weg" lockte schließlich Hubert von Goisern den Chor. In der weiteren Liebeserklärung "Only You" versank er in romantische Welten. Zur Krönung trugen zweifellos der andächtig vorgetragene "Abendsegen" aus der Oper Hänsel und Gretel und weitere besinnliche musikalische Kostproben bei.

Goisern als Zugabe

Noch einmal beseelte Singing Witt die Besucher mit Zugaben. Zu den "Granaten" gehörte Hugo von Goiserns "Jetzt bist so weit, weit weg von mir. Manchmal hab i Angst, es woa a Traum". Traumhaft war es auf jeden Fall, auch die anschließende Begegnung im Klosterhof.
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