Schau im Kloster Speinshart thematisiert Genitalverstümmelung an Frauen in Afrika
Ausstellung dokumentiert Erfolge

Bei einem Ausstellungsrundgang in der Internationalen Begegnungsstätte Kloster Speinshart erläuterte Elisabeth Merkl (rechts) dem Frauenbund aus Oberbibrach das "fulda-mosocho-project" zur Bekämpfung weiblicher Genitalverstümmelungen. Frauenbund-Schatzmeisterin Gisela Ruder überreichte eine Spende von 300 Euro. Bild: do
Lokales
Speinshart
22.01.2015
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Statt weiter durch das Messer zu verdienen, legen Beschneiderinnen in Ostafrika ihr Handwerk nieder. Erstmals haben in Kenia 50 Frauen einen Eid auf die Bibel und auf die kenianische Flagge geschworen, ihren Beruf als Beschneiderinnen aufzugeben. "Das ist ein großer Schritt zum Selbstbestimmungsrecht der Mädchen", begrüßte bei der Ausstellung des Vereins "Lebendige Kommunikation mit Frauen in ihren Kulturen" (LebKom) Elisabeth Merkl den Erfolg des "fulda-mosocho-projects" in der Provinz des ostafrikanischen Landes.

Statt der Verstümmelung gegen ihren Willen bestimme nun bei den Mädchen die Freude an ihrem eigenen Körper die Entwicklung zur Frau, sagte Merkl. Bei einem Ausstellungsrundgang mit dem Katholischen Frauenbund Oberbibrach klärte die LebKom-Mitarbeiterin über die wichtigsten Schritte zur Umsetzung einer UN-Resolution zur Beendigung der grausamen Rituale in Afrika auf.

Elisabeth Merkl verwies unter anderem auf die sogenannte wertzentrierte Aufklärung und Ausbildung von über 200 Lehrkräften in der Mosocho-Region, stellte Ziele und Sinneswandel der Bevölkerung vor und erläuterte Bild für Bild die Wanderausstellung "Wonder oft the Female Body". Auch betonte sie die Aufgabe des Mosocho-Projekts, den kenianischen Frauen mit Aufklärung das Wunder ihres eigenen Körpers näher zu bringen.

"Nicht verurteilen, sondern liebevoll miteinander umgehen schafft Veränderung", bemerkte Elisabeth Merkl. Die Ausstellungsleiterin zeigte schließlich den Damen des Frauenbundes die Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung einer Vision in einer Welt ohne weibliche Genitalverstümmelung auf und warb für Benefiz-Aktionen, Fördermitgliedschaften und Spenden. Eine Geldspende des Frauenbundes sollte nicht ausbleiben. Im Namen des Ortsvereins Oberbibrach überreichte Schatzmeisterin Gisela Ruder 300 Euro.
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