Schluss mit belastetem Wasser

Lokales
Speinshart
25.09.2014
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Wassermangel gibt es in Zettlitz nicht. Doch das oberflächige Grundwasser des Dorfbrunnens ist immer wieder durch Coli-Bakterien belastet. Das Gesundheitsamt hat deshalb eine Chlorung angeordnet. Für die Zettlitzer ist das aber kein Dauerzustand.

Seit Jahren sorgen sich die Einwohner des Speinsharter Ortsteils um ihr Trinkwasser. Während der Großteil der Gemeindebürger das kostbare Nass aus den Tiefbrunnen der Seitenthaler Gruppe bezieht, versorgen sich die Zettlitzer aus oberflächennahen Grundwasserquellen. Immer wieder beklagen sie die Belastung des Trinkwassers durch Schadstoffeinträge. Damit soll nun Schluss sein: Die Einwohner wünschen sich ebenfalls sauberes Trinkwasser vom Wasserzweckverband Seitenthaler Gruppe.

Voraussetzung dafür ist der Bau einer Verbindungsleitung, was Aufgabe der Kommune ist. Für die notwendigen Verfahrensschritte erteilte der Gemeinderat Bürgermeister Albert Nickl grünes Licht.

Nickl berichtete dem Gremium vom Einverständnis des Wasserzweckverbandes Seitenthaler Gruppe, den Ortsteil Zettlitz mit zu versorgen. Doch die 1200 Meter lange und 125 Millimeter starke Wasserleitung kostet: Auf zirka 100 000 Euro werden die Gesamtkosten geschätzt - eine teure Angelegenheit für die chronisch knappe Gemeindekasse. Satzungsgemäß müssen die Grundstückseigentümer in Zettlitz mit einem Verbesserungsbeitrag rechnen.

Über das Projekt gab es im Gemeinderat keine Diskussion: Das Gremium war sich einig, auch in Zettlitz die Voraussetzungen für die Lieferung von Trinkwasser bester Qualität zu schaffen. Der Beschluss berechtigt den Bürgermeister, das Wasserrechtsverfahren bis zur Ausschreibung des Leitungsbaues voranzutreiben. Gleichzeitig erhielt die Verwaltung den Auftrag, begleitend einen Beschlussvorschlag zur Erhebung von Verbesserungsbeiträgen für die beitragspflichtigen Grundstückseigentümer in Zettlitz vorzubereiten.

Gute Nachrichten kommen von der Kläranlage: Nickl berichtete von einer Überprüfung durch die technische Gewässeraufsicht mit einer Schlussbemerkung ohne Beanstandungen. "Unser Klärwerk wird bestens gewartet", merkte er an und bescheinigte Klärwärter Roland Hörl und dessen Stellvertreter Josef Gradl sorgfältige Arbeit.
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