Starkes Team an "Kümmerern"

Ich werde nächstes Jahr nicht mehr für ein Amt beim FC zur Verfügung stehen. 2016 sind es 30 Jahre, in denen ich als Trainer, Schriftführer oder als Vorsitzender für den Verein da war. Das ist genug.
Lokales
Speinshart
27.01.2015
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Ob Sportheim- und Platzpflege, das Waschen der Trikots, das Organisieren von Fahrgemeinschaften oder das Backen von Kuchen für die Heimspiele: Beim FC Tremmersdorf-Speinshart triumphiert der Gemeinsinn. Die Trainer und Betreuer der Nachwuchsmannschaften machen da keine Ausnahme.

Sie spenden auf "Heller und Pfennig" dem Fußballclub die staatliche Übungsleiterpauschale. "Ohne diese Zuwendungen könnten wir nicht überleben", stellte Vorsitzender Andreas Steinl in der Jahreshauptversammlung fest.

Von diesem Fundament der Freiwilligkeit für Gottes Lohn ausgehend freute er sich über ein gutes Vereinsjahr. Der Club sei schuldenfrei, die sportlichen Erfolge seien vielversprechend und auch auf gesellschaftlicher Ebene spiele der mit Abstand größte Verein des Klosterdorfes im Gemeindeleben eine wichtige Rolle.

Die Jahresbilanz, die Steinl vorlegte, befeuert zwar die Hoffnung auf rosige Zeiten. Sorgenfrei steht der reine Fußballclub trotzdem nicht da: Die demografische Entwicklung nagt nicht nur an der Mitgliederstruktur. "Auf Dauer gehen die Kinder für einen umfassenden Spielbetrieb aus", machte der Vorsitzende deutlich. Und auch er selbst sorgte für betroffene Mienen: Steinl kündigte aus beruflichen Gründen seinen Rückzug an. "2016 sind es 30 Jahre, in denen ich als Trainer, Schriftführer oder als Vorsitzender für den Verein da war. Das ist genug."

Chance zum Aufstieg

In seinem Jahresbericht hatte er zunächst die sportlichen Aktivitäten in den vergangenen zwölf Monaten beleuchtet. Steinl freute sich über das gute Abschneiden der Seniorenfußballer in der Saison 2013/14 mit einem vierten Tabellenplatz in der Kreisklasse West und über die noch immer bestehende Chance, in dieser Saison den Aufstieg in die Kreisliga zu schaffen. Dickes Lob bekam die erste Mannschaft für den Fairnesspreis des Neuen Tags. Günter Scherl werde zu Beginn der neuen Saison die Sparte Seniorenfußball übernehmen, gab der Vorsitzende bekannt.

Im Nachwuchsbereich sprach er von einer guten Zusammenarbeit mit den Nachbarvereinen Neustadt am Kulm sowie Trabitz und verwies auf Spielgemeinschaften von der A- bis zur D-Jugend. Noch könne der Verein für die F- und G-Jugend auf genügend eigenen Nachwuchs bauen. Erfreulich nannte er die Zusammenarbeit mit der Grundschule beim DFB-Programm "Doppelpass 2020".

Dann verwies der Vereinschef auf die vielfältigen Aufgaben im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereich und freute sich über ein starkes Team an "Kümmerern", das sich selbstständig für das Wohlergehen des Vereins einsetze. Beispielhaft würdigte Steinl die Zuverlässigkeit der Platzwarte Thomas Hörl und Andreas Stadler sowie der "Ingenieure" Peter Grundl und Josef Friedl. Dank zollte er zudem zweitem Bürgermeister Roland Hörl für die Unterbringung von FC-Gerätschaften.

Glücklich ist der Vorsitzende auch über weitere hilfsbereite FC-Anhänger und Eltern. So verwies er auf die kostenlose Vermittlung von 100 DFB-Trikots durch Josef Scherl, die Spende der FC-Ultras und die Unterstützung des Vereins durch Bandenwerbung. Seit 2014 unterstützt außerdem die Kommune die Jugendarbeit mit 1380 Euro. "Ein kluger Beschluss des Gemeinderats", sagte der FC-Chef dazu.

Mehrere Großeinsätze

Des Weiteren verwies er auf Überlegungen zum Kauf eines Defibrillators durch den Gemeindeverband, das kostendeckende Sky-Abonnement im Vereinsheim und das schon traditionelle Speed-Soccer-Turnier in der "Speinshart-Arena". An Großeinsätzen nannte der Vorsitzende ferner das Starkbierfest, den "I-Dance"-Abend für die Jugend, das Mitwirken bei der Primiz von Pater Lukas, die Weihnachts- und Saisonabschlussfeiern und schließlich die Rocknacht mit der Band "Cherokee".

"Beim FC pulsiert das Leben", fasste Steinl zusammen. Dabei vergaß er nicht, noch einmal die vielen helfenden Hände hervorzuheben, zu denen auch Wirtin Emmi Groher, Trainer, Betreuer, Schiedsrichter, Gönner, Spartenleiter, Bürgermeister und Gemeinderat zählen.
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