Zu wenig auf dem Sparkonto

Eine Legende des Speinsharter Kegelsports ist nun Ehrenmitglied des SKC: In der Jahreshauptversammlung überreichte Vorsitzender Hans Schuller (Zweiter von links) dem langjährigen Sportkegler, Sportwart, Vereinswirt und Jugendtrainer Anton Weidner (rechts daneben) die Ernennungsurkunde. Es gratulierten Bürgermeister Albert Nickl (links) und Sportwart Markus Schuller (rechts). Bild: do
Lokales
Speinshart
15.04.2015
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Hans Schuller träumt - und zwar von einem Vier-Bahnen-Kegelzentrum. Aber in eine Schuldenfalle wollen sich der Vorsitzende des SKC Klosterkegler und seine Führungsmannschaft deswegen nicht begeben. 400 000 Euro sind für den Verein alleine nicht zu stemmen.

Da kämpfen die Sportkegler lieber auf der Bahn des SC Eschenbach um alle Neune, um Mannschaftspunkte und um Siege. Und das mit großem Erfolg: Der kleine Dorfverein ist sportlich in ganz Nordbayern zu Hause.

Das Dauerthema "Neue Kegelbahn" und die Höhenflüge der Klosterkegler ließen den Rückblick des Vorsitzenden in der Jahreshauptversammlung im Gastraum der heimischen Kegelbahn des Gemeindezentrums dennoch nicht in den Hintergrund treten. Hans Schuller sprach von einer erfreulichen sportlichen Entwicklung und einem regen gesellschaftlichen Leben.

Kegler auch Gastronomen

Die detaillierte Berichterstattung über den sportlichen Bereich überließ der Klosterkegler-Chef Sportwart Markus Schuller. Der Vorsitzende selbst würdigte eher die Aktivitäten der Mitglieder und Sportler im Vereinsleben. Dazu zählte Hans Schuller die Organisation der Gemeindemeisterschaft - mit leider mäßigem Besuch - und den Besuch von Veranstaltungen und Festen befreundeter Vereine.

Er erinnerte ferner an das Mitwirken bei der Primiz von Pater Lukas und die Tagesfahrt nach München mit Besuch der Allianz-Arena. Dann richtete er sein Augenmerk auf die Übernahme des Gaststättenbetriebs. Der Vorsitzende berichtete von einem aufwendigen Genehmigungsverfahren und einem hohen Organisationsaufwand, bis der Betrieb in Schwung gekommen sei.

Jetzt zähle die Bereitschaft der Mitglieder, sich in die Gastronomiearbeiten einzubringen, machte er deutlich. Namentlich würdigte Schuller Christl Lehmann, Rosi Wolf und stellvertretenden Vorsitzendem Christian Merkl, die die Bewirtung organisieren und einen sauberen Gastraum gewährleisten.

Schließlich anerkannte er die sportlichen Leistungen der Klosterkegler, gratulierte der ersten Herrenmannschaft zum Aufstieg in die Regionalliga und lobte den großen Kampf der Damen I um den Verbleib in der Regionalliga. "Das war für sie ein schweres Jahr; die Rettung kam über den Teamgeist", urteilte er.

Gleichzeitig lobte er die imposanten Erfolge des Nachwuchses. "Wir können froh sein über die ehrgeizigen Buben und Mädchen in den U 14- und U 18-Mannschaften." Der Dank an Sportwart Markus Schuller, die Mannschaftsführer, Schiedsrichter und Vorstandskollegen folgte.

Nur mit hohen Zuschüssen

Auch finanziell steht der Verein gut da. Schatzmeisterin Sabrina Schuller-Krausch informierte über einen soliden Kassenstand. Dies nahmen die Mitglieder zum Anlass, realistisch die Möglichkeiten eines Kegelbahn-Neubaus zu beleuchten.

"Die Finanzmittel des Vereins reichen bei weitem nicht", fassten Architekt Reinhold Krausch und Hans Schuller die Diskussion zusammen. Finanzierbar sei eine neue Anlage nur mit hohen öffentlichen Fördermitteln und Eigenleistungen. Letztere seien jedoch auch nicht unbedingt Basis: "Wenn immer die gleichen zupacken, ist das zu wenig", erklärte der Vorsitzende.

In einem kurzen Ausblick appellierte er an die Trainingsbereitschaft aller Aktiven. "Ohne Fleiß kein Preis", mahnte er. Ein verstärktes Engagement erwartet Schuller auch bei der Bewirtschaftung der Kegelbahn: "Da brauchen wir ein größeres, breit aufgestelltes Team." Ein Freundschaftstreffen plant der Verein im Sommer mit den Partnern aus Tepl.

Bürgermeister Albert Nickl stellte eine neue Kegelbahn in den Mittelpunkt seines Grußworts. "Ein Grundstück ist für die Kegler reserviert", signalisierte er die Bereitschaft der Gemeinde, beim Bemühen um ein neues, modernes Domizil mitzuhelfen. Sportlich erfülle der Verein alle Voraussetzungen für eine Vier-Bahnen-Anlage, erklärte Nickl.
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