Albert Füracker referiert beim CSU-Geburtstag in Speinshart
Grenzenlos ist falscher Weg

Finanzstaatssekretär Albert Füracker war bei der Jubiläumsfeier der Speinsharter CSU ein umjubelter Ehrengast. Seine Aussagen und Bonmots fanden bei den Besuchern ein begeisterndes Echo. Bild: do
Politik
Speinshart
23.03.2016
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Er ist ein starker Typ, dieser Albert Füracker: das sagten viele Besucher beim CSU-Geburtstag in Speinshart. Und sie meinten das wörtlich. Der Landwirt aus Luping, Kreis Neumarkt, zeigte sich im Speinsharter Gemeindezentrum als glühender Verfechter des ländlichen Raumes.

Der vor Vitalität strotzende Staatssekretär und gleichzeitig Chef der Oberpfalz-CSU hielt die Festansprache zum 70-jährigen Jubiläum des CSU-Ortsverbandes. Albert Füracker kam bei den über 100 "Schwarzen" als einer der ihren gut an. Eine Stunde lang nahm der CSU-Bezirksvorsitzende die Zuhörer mit auf eine Reise über politische Zielvorstellungen oder Herausforderungen. Diese bestünden nicht nur in der Flüchtlingskrise. Schon zu Beginn der Aussagen zu vielen Politikfeldern fiel auf: die Bescheidenheit hat System im Fürackerschen Wortschatz. Wenn er seine Rangordnung im Kabinett und daheim bei seiner Familie bewertet, klingt das so: Ich bin nur Stellvertreter, auch zu Hause.

Bei so viel Humor fällt es dem Landespolitiker leicht, das Publikum zu fesseln. Füracker besucht die schönste Gegend der Welt: das Land der Bayern. Und mittendrin ist Speinshart, ein berühmtes Kleinod barocker Kunst, wie er sagt. "Eure Heimat zeigt, dass Menschen etwas vom Heimatgedanken verstehen."

Weltoffenes Bayern


Ich sehe hier ein christliches Menschenbild mit vielen leistungsbereiten Menschen, beobachtet der Ehrengast und schließt daraus: "Dieser Menschenschlag hält die Gesellschaft zusammen und ist konservativ im besten Sinne." Deshalb möchte heute niemand Bayern verlassen. Im Gegenteil: Jeder der könne, schätze dieses weltoffene Land.

Dann erzählt Füracker von vielen Auseinandersetzungen mit sozialistischen Finanzministern. "Die haben keinen Bezug zum Eigentum", lautet seine Erfahrung. Heute müsse zum Beispiel der fleißige Handwerker, der Landwirt oder der Mittelständler Erbschaftssteuer zahlen, dass es nur so krache. Viel Zeit widmet sich das Kabinettsmitglied dem Thema der Gemeinde-Finanzen. Als Segen für die Regionen betrachtet er die staatliche Strukturpolitik. Besser als staatliche Gängelung sei Elternverantwortung, betont Füracker zur Diskussion über das Betreuungsgeld.

Mehrheit für die CSU


Schließlich kommt der CSU-Bezirksfürst am aktuellsten Politikthema nicht vorbei. "Die Menschen erwarten, dass wir eine ehrliche Flüchtlingspolitik machen", sagt Füracker. Leider habe es Europa und die Wohlstandsgesellschaft versäumt, den Menschen in ihren Heimatländern Perspektiven zu geben. Ein grenzenloses Europa für Flüchtlinge sei jedoch der falsche Weg. "Einmal eine Million geht, aber nicht in jedem Jahr!" Mit dieser Überzeugung wähnt Füracker auch eine große Mehrheit der Bürger auf Seiten der CSU. (Hintergrund)
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