Am Tag der Städtebauförderung
Städtebau hilft Klosterdorf

Am Tag der Städtebauförderung machten sich Bürgermeister und Gemeinderäte ein Bild vom Baufortschritt der Klostersanierung. Pater Andreas (links) führte durch die Räume. Bild: do
Politik
Speinshart
23.05.2016
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Ein barockes Argument für die Städtebauförderung: Im Kloster Speinshart stellte Bürgermeister Albert Nickl vor, was dank dieses Instruments in den vergangenen Jahren möglich wurde.

Für Bürgermeister Albert Nickl ist es ein Beispiel einer "außerordentlich erfolgreichen Gemeinschaftsleistung von Bund, Land und Kommune", Pater Andreas Hamberger, Provisor der Prämonstratenser, urteilte: "Ohne Städtebauförderung würde die heutige bauliche Strahlkraft des Klosters Speinshart nicht möglich sein." Mit einem Rundgang durch den Bauabschnitt III demonstrierten Gemeinde und Abtei anlässlich des Tags der Städtebauförderung die Bedeutung des Förderinstruments.

"Speinshart ist keine Stadt, aber ein lebendiges Dorf und immerhin hat die Klosterbaustelle städtebauähnlichen Charakter", begründete Bürgermeister Albert Nickl den Zusammenhang zwischen Städtebau und dem Jahrhundert-Projekt. Nickl blickte auf die Anfänge unter dem damaligen Innenminister Gustl Lang zurück und zeigte sich überzeugt: "Ohne diese Wegweisungen hätte es keine Klostersanierung gegeben."

Seit 25 Jahren bewähre sich die Kooperation zwischen Bund, Freistaat, Gemeinde und Kloster. Nickl nannte Gesamtkosten von 22,8 Millionen Euro, die Gemeinde steuerte 355 000 Euro bei. "Das war ein Kraftakt für eine kleine, finanzschwache Kommune", betonte Nickl. Bezirksmittel, Landkreisgelder, Bund und Land, eine Förderung der Landesstiftung, Gelder des Denkmalschutzes und nicht zuletzt die tatkräftige Unterstützung des Fördervereins der Freunde und Förderer des Klosters bezeichnete der Bürgermeister als Säulen des Erfolgs.

Nickl wäre nicht Nickl, wenn er nicht weitere Projekte im Auge hätte. Den "Feiertag" der Städtebauförderung nahm er zum Anlass, auf die nötige Sanierung des Anwesens 23, ein Millionen-Projekt neben der Wieskapelle, hinzuweisen. Dort sollen weitere Veranstaltungsräume entstehen. Zukunftsprojekte seien ferner die Sanierung der Straße im Dorfkern, die Parkplatz-Problematik und die Absicherung der Internationalen Begegnungsstätte.

Eine Begehung des Bauabschnittes III schloss sich an. Noch ist der Klosterbereich, der sich über mehrere Stockwerke erstreckt, Baustelle. Doch Pater Andreas rechnet mit einer zügigen Fertigstellung. Schwerpunkt ist eine zeitgemäße Wohnraumausstattung für die Chorherren und ein moderner Direktionsbereich für den Abt. Bis zu 20 Zimmer mit Nasszellenausstattung sollen entstehen und auch an das leibliche Wohl der Klosterbewohner ist gedacht. Wiederverwendung soll das Refektorium der Chorherren finden. Zum Speisesaal gehören auch ein neuer Küchenblock und einige Gästezimmer.

In neuem Glanz wird der Kapitelsaal erstrahlen. Schon abgeschlossen sind die Arbeiten im Innenhof. Die wiederentdeckte Faszination soll die Besucher der Sommerkonzerte beeindrucken. Um das wachsende Besucherinteresse zu bewältigen, versprach Pater Andreas einen weiteren "Zugewinn". Im Entstehen ist ein begehbarer Kreuzgang mit Erweiterung des Info-Punkts. Dort ist auch eine große Anlaufstelle und die Einrichtung eines Klosterladens geplant.
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