Gemeinderat Speinshart
Raum für Kommunikation

Zwischen Schule, Gemeindezentrum, Soccer-Spielfeld, Feuerwehr-Gerätehaus und Kindertagesstätte (unser Bild) plant die Gemeinde eine Kommunikationsfläche. Damit verbunden ist die Notwendigkeit der Änderung des Bebauungsplans "Krummacker, Bauabschnitt 1". Gleichzeitig nutzt der Rat die zweite Änderung, um den Bebauungsplan zu aktualisieren. Bild: do
Politik
Speinshart
15.02.2016
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Die Speinsharter sollen mehr miteinander reden. Deshalb spendiert ihnen ihr Gemeinderat ein Kommunikationsgelände. Nahe am Gemeindezentrum soll es Attraktionen für Große und Kleine geben, an denen die Leute gemeinsame Zeit verbringen.

Feuerwehr-Gerätehaus, ein Soccer-Platz mit Kunstrasen, ein Beach-Volleyball-Feld und vieles mehr sind längst Realität. Für die Gemeinde Grund genug, den Bebauungsplan "Krummacker, Bauabschnitt 1" zu aktualisieren und gleichzeitig die Zukunfts-Ideen des Bürgermeisters und seines Gemeinderates im Änderungsverfahren zu verankern. In der jüngsten Sitzung diskutierte das Gremium mit Planer Hannes Oberndorfer über die Kernpunkte der künftigen Flächennutzung.

Im Mittelpunkt stand dabei die Absicht, ein bisher als "Grünfläche" ausgewiesenes Areal als Mischgebiet darzustellen. Die Einordnung der Sportplatzfläche zwischen Grundschule und Kindergarten bleibt bestehen. Neu ausgewiesen wird eine gemeindeeigene Grundstücksfläche zwischen dem Feuerwehr-Gerätehaus und der Kindertagesstätte als "Gemeinbedarfsfläche" mit zugeordneten Parkplätzen an der westseitigen Zufahrt zur Grundschule. Bemerkenswert ist diese Neuausweisung westlich des Gemeindezentrums als Spiel- und Sportareal für Kinder und Erwachsene.

Vorstellbar sind für Gemeinderat, Bürgermeister und Planer auf dem circa 5600 Quadratmeter großen Kommunikationsgelände die Errichtung von Spielflächen zur Förderung von Sinnesempfindungen, eine Kleinspielanlage mit diversen Spielgeräten, ein Boule-Platz, eine Weitsprunganlage, eine 50-Meter-Lauf-Bahn und Fahrrad-Parcours mit künstlichen Geländehindernissen. Die Gesamtanlage soll im Zusammenhang mit den umgebenden gemeindlichen Einrichtungen mit viel Grün ansehnlich gestaltet werden. Eine kühne und familienfreundliche Planung, wie Diplom-Ingenieur Hannes Oberndorfer bemerkte.

Die Stellungnahmen der Behörden und Fachstellen zum Gesamtkonzept der Bebauungsplan-Fortschreibung einschließlich der textlichen Festsetzungen war in der Gemeinderatssitzung Gegenstand der Abwägung und weiterer Verfahrensschritte. Im Wesentlichen konzentrierte sich die Diskussion auf die Stellungnahmen der Abteilung Technischer Umweltschutz beim Landratsamt. Der Sachbearbeiter warnte besonders vor der künftigen Lärmentwicklung durch die geplanten Freizeitanlagen.

Mit Blick auf ein vorliegendes Lärmgutachten gaben Planer und Kommunalpolitiker Entwarnung. In drei Szenarien, getrennt nach Werktagen, Sonn- und Feiertagen und den Nutzungszeiträumen hatten die Gutachter die Schallemissionen ermittelt. Die festgestellten Lärmpegel-Werte zeigten nur Überschreitungen bei den allgemeinen sonn- und feiertäglichen Ruhezeiten. Gutachter und Gemeinderat folgerten daraus zeitlich begrenzte unbedeutende Nutzungseinschränkungen. "Diese Einschränkungen des Sportbetriebes an Sonn- und Feiertagen sind vertretbar und können durch Absprachen und guten Willen weiter minimiert werden", zeigte sich Bürgermeister Albert Nickl optimistisch.

Den Abwägungstext und den nächsten Verfahrensschritt billigte das Gremium einstimmig. Es folgt eine Anhörung der Behörden und Fachstellen und eine nochmalige Bürgerbeteiligung als öffentlichen Auslegung für einen Monat.
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