Radwegenetz: Fehlende Reststrecke in der Oberpfalz ist gebaut
Radeln in alle Himmelsrichtungen

Politik
Speinshart
03.08.2016
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Die neue Radwegtrasse in Richtung Oberfranken beginnt am Radweg Tremmersdorf-Speinshart und führt überwiegend in Schotterbauweise an Haselhof vorbei nach Münchsreuth. Ab dort verläuft sie auf Asphalt auf der Gemeindeverbindungsstraße in Richtung Holzmühle, um in die "Oberbibrach-Trasse" zu münden. Dieser Teil wurde auf einem Flurweg bis nach Oberbibrach verbreitert und asphaltiert. Landwirte haben auf der gesamten Strecke "Heimrecht", Kraftfahrzeuge bleiben ansonsten ausgesperrt. Eine entsprechende Besch

Der überregional bedeutsame Radwegbau in Richtung Frankenland steht vor dem Abschluss. Mit der Trasse zwischen Speinshart und Oberbibrach ist die noch fehlende Reststrecke in der Oberpfalz gebaut. Nun sind die Oberfranken gefordert, die Wünsche der Radfahrer nach einer durchgehenden Verbindung bis nach Bayreuth zu erfüllen.

Bei einem Ortstermin mit den Mitgliedern des Gemeinderats zog Bürgermeister Albert Nickl am Kreuzungspunkt südlich von Münchsreuth - dort führen Radwege in alle Himmelsrichtungen - eine erfreuliche Bilanz. Sein Dank galt besonders dem Amt für Ländliche Entwicklung und dem Landkreis Neustadt/WN als Hauptgeldgeber.

Letzterer habe sich mit der Kostenbeteiligung einen unselbstständigen Radweg an der Kreisstraße Speinshart-Oberbibrach erspart, stellte der Bürgermeister fest. Und auch die Landwirte können zufrieden sein: Durch den Radwegbau wurde die Qualität einiger Flurwege verbessert - und das ohne großen Flächenfraß.

Albert Nickl rechnete noch einmal vor: 4,5 Kilometer neue Strecke - davon 3,5 Kilometer auf Speinsharter Gebiet und fast ein Kilometer im Bereich der Gemeinde Vorbach -, davon zwei Kilometer in Schotterbauweise, 620 Meter asphaltierte Neubaustrecke, 800 Meter Asphalt-Deckenverstärkung südlich von Münchsreuth und zusätzlich weitere 300 Meter Asphalteinbau in Richtung Creußenbach. Eine "Superlösung" sei das gewesen, sagte der Bürgermeister. Zu den radler- und bauernfreundlichen Investitionen zählte er auch die weitere bauliche Verbesserung von Nebenwegen mit Unterstützung der Jagdgenossenschaft.

"Superfinanzierung"


Mit der Gesamtfinanzierung dieses "Beispielprojekts" sei ebenfalls Außergewöhnliches gelungen, merkte Nickl an. Bei voraussichtlich rund 70 000 Euro Gesamtkosten auf Speinsharter Gebiet werde der Gemeindesäckel um lediglich zirka 100 000 Euro geschröpft. Eine "Superfinanzierung", stellte er fest.

Die digitale Mobilität nimmt rasant zu: Immer mehr Menschen sind über Smartphones und Tablets im Internet unterwegs. Ein Netz mit freiem WLAN soll deshalb vor allem in touristischen Schwerpunktorten Möglichkeiten einer digitalen Teilhabe schaffen. Der Bürgermeister hat deshalb auch für das Klosterdorf einen sogenannten Hotspot im Outdoor-Betrieb im Visier: "Wir sind dafür prädestiniert."

Eröffnet wird der Gemeinde diese Chance durch die Initiative "BayernWLAN". Das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat fördert ein Netz von 10 000 Hotspots an 5000 Standorten im Freistaat. Die Kosten für die Ersteinrichtung finanziert das Land, künftige Betriebskosten muss die Kommune tragen.

Nutzungskosten


Für Speinshart sei das eine wichtige Neuerung, urteilte Nickl und verwies auf die voraussichtlich vielen Nutzer. Der Bedarf sei vor allem bei Teilnehmern an Tagungen der Internationalen Begegnungsstätte und bei Tagestouristen groß, mutmaßte er.

Die laufenden Nutzungskosten halten sich im Rahmen. Als Grundentgelt stehen im "BayernWLAN-Rahmenvertrag" 30,17 Euro monatlich. Hinzu kommen die Kosten für den Internetanschluss des Hotspots. Dieser wiederum ist für die Kommune kostenlos, weil der Internetanschluss des Klosters genutzt werden kann. Einstimmig ermächtigte der Gemeinderat den Bürgermeister zur Antragstellung.

Neues Löschfahrzeug, neue Aufgaben für Tremmersdorfer WehrMit der Wahl eines Feuerwehrautos mit Tank und Atemschutzausrüstung kommt auf die Tremmersdorfer Brandschützer noch mehr Verantwortung zu. In der Sitzung des Gemeinderats machte Bürgermeister Albert Nickl die nichtöffentlich gefasste Vergabe öffentlich.

Demnach vergab das Gremium den Auftrag an die Firma Brandschutztechnik Görlitz als günstigstem Bieter. Das sogenannte Tragkraftspritzen-Fahrzeug Iveco-Daily mit Doppelkabine und Allrad-Antrieb kostet 130 505 Euro. Es handele sich um ein "Top-Fahrzeug", wie der Bürgermeister anmerkte. Die Zusatzausstattung - unter anderem mit Pumpe und Atemschutzgeräten - sei noch auszuschreiben, teilte er mit. Nickl rechnet mit einem Gesamtpreis von circa 155 000 Euro. Das Löschfahrzeug komme somit etwas billiger als kalkuliert.

Gleichzeitig betonte der Bürgermeister die technische und personelle Qualitätsverbesserung der Tremmersdorfer Wehr durch das neue Fahrzeug. Mit der Aufrüstung ergebe sich für die Brandschützer auch ein höheres Anforderungsprofil und damit deutlich mehr Verantwortung. Nickl verwies insbesondere auf den Atemschutz. Dank zollte er den Führungskräften der Feuerwehr für die tatkräftige Unterstützung bei der Auswahl und der Ausschreibung des Löschfahrzeugs.

Indes hat die Tremmersdorfer Wehr einen Termin für die Fahrzeugweihe schon fest eingeplant: Diese soll zu Pfingsten 2017 beim Jubiläumsfest erfolgen. Die Auslieferung des Löschfahrzeugs samt Aufbau und Beladung bis 15. Mai nächsten Jahres ist deshalb vertraglich abgesichert. (do)
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