Alle beim FC Tremmersdord/Speinshart feiern Meisterschaft – „Traurige Entwicklung“ beim zweiten ...
Mit der „Ersten“ auf Erfolgswelle

Sport
Speinshart
07.05.2016
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Tremmersrf/Speinshart. (do) 23 Spiele, 21 Siege, 1 Unentschieden und nur 1 Niederlage: Das gab's noch nie beim FC Tremmersdorf/Speinshart. Die erste Mannschaft eilt von Sieg zu Sieg; mit 64 Punkten ist der Aufstieg längst eingetütet. Auch 91:23 Tore sprechen Bände. Beste Offensive, stärkste Abwehr und mit einem Vorsprung von 14 Punkten gegenüber dem TSV Reuth uneinholbar an der Tabellenspitze: Das Team sorgt in der Kreisklasse für neue Maßstäbe und Rekorde. In den letzten Spielen die 100-Tore-Marke zu übertreffen, ist kein Traum mehr.

Diese Superlative sorgten auch in der Jahreshauptversammlung des FC (wir berichteten) für Hochstimmung. Die "Erste" schwimmt auf einer Erfolgswelle und mit ihr der ganze Verein. Doch Spielertrainer Robert Schäffler und Spartenleiter Günther Scherl bremsen die Euphorie. Bei der Präsentation der Mannschaftsergebnisse trafen sie eine eher nüchterne Feststellung: "Wir sind Meister." Aber: "Das war schwerer, als es die aktuelle Tabellensituation zeigt", gab Schäffler zu Protokoll.

Der 32-jährige Vollblutfußballer aus Pressath blickte auf die Anfänge der Erfolgsgeschichte zurück, verwies auf junge, vor Ehrgeiz sprühende Neuzugänge und zeigte schließlich seine Erfolgsgeheimnisse auf. Der Trainer wies auch auf die faire Spielweise seines Teams hin: "Bei uns wird nicht geholzt." Das zeige die Fairnesstabelle, in der die "Erste" derzeit ebenfalls den ersten Platz und die Quote 1,5 aufweise.

Zur perfekten Statistik des Spielertrainers gehörten weitere Zahlen. Größe des Kaders, Spieleinsätze und Torjägerqualitäten spielten dabei eine Rolle. Die Mitglieder klatschten und Spartenleiter Günther Scherl nickte beifällig: "Wir haben halt lauter gute Leute." Und die sollen es auch in der nächsten Spielzeit in der Kreisliga Nord richten. Trainer und Abteilungsleiter freuen sich schon jetzt auf die neuen Herausforderungen und sind optimistisch: "Wir werden auch auf höherer Ebene Vollgas geben und uns teuer verkaufen."

Von einer "traurigen Entwicklung" bei der zweiten Herrenmannschaft sprach dagegen Thomas Siegert. Auf dem Papier standen dem Übungsleiter zwar rekordverdächtige 55 Spieler zur Verfügung, dennoch seien wegen Spielermangels einige Pflichtspiele ausgefallen. Nur Dank der Unterstützung einiger Altherren-Spieler sei die Gefahr einer Zwangsabmeldung noch einmal abgewendet worden.

Siegert bezeichnete die Leitung der "Zweiten" als einen der undankbarsten Betreuerjobs. Aufgeben will er trotzdem nicht. Seine Hoffnung: "Es kommen ehemalige Jugendspieler nach, und das Feld der Verletzten lichtet sich."
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