Abendkonzert der Musikschule
Mozart und Chopin im Kloster

Mit zärtlichen Saitenklängen setzten Magdalena Graml und Jan Thumfahrt virtuose Ausrufezeichen. Bild: do
Vermischtes
Speinshart
22.06.2016
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Begeisterung und musikalisches Talent bewiesen bei einem kleinen Abendkonzert die Schüler der Musikschule im Vierstädtedreieck. Im überfüllten Musiksaal des Klosters Speinshart kredenzten die sie Stücke aus verschiedenen Musikepochen und Stilrichtungen.

Getragen von den Beifallsstürmen des Publikums beeindruckte der Musiknachwuchs mit bemerkenswerter "Feinkost". Auch Thomas Englberger, Leiter der Internationalen Begegnungsstätte Kloster Speinshart, war von den Musikbeiträgen angetan und Musikschulleiter Joachim Steppert betonte: "Man hört nur die Melodien, aber was an Einsatz und Proben dahintersteckt, muss einmal gewürdigt werden."

In der gut abgestimmten Programmfolge eröffnete Johanna Schuller am Klavier mit einem kurzen Bourrèe den Vorspielabend. Schon dieser Tanz des französischen Hofes des 16. Jahrhunderts versprach für den Abend viel Excellence. Das bestätigte Katharina Wolf am Steinweg-Flügel mit Le coucou - dem Kuckuck ebenso neckisch wie gekonnt.

Vertreten war Beethoven ebenso wie Chopin oder Tschaikowski. Zum Beispiel lud Wolfgang Amadeus Mozarts Andante aus der Sonate A-Dur KV 331, vorgetragen von Sophia Schwärzer und Hannah König (Querflöte), zum innigen Lauschen ein.

Begleitet vom Musikschulleiter am Klavier bezauberte Sängerin Pauline Schusser mit Ludwig van Beethovens "Ich komme schon durch manches Land". Von Riita Michaelson am Flügel begleitet, bewies Luca Löwel an ihrer Violine mit berauschenden Walzermelodien des Komponisten Pjotr Iljitsch Tschaikowski außergewöhnliches Talent. Ein musikalisch sehr anspruchsvoller Beitrag, den die Künstlerin souverän meisterte.

Magdalena Graml und Jan Thumfahrt bewiesen mit ihren gekonnten Saitenklängen mit "No Sixes, No Sevens" die vielseitigen Möglichkeiten der Gitarre, während Veronika Wolf mit "Should l open those letters" auf der Querflöte glänzte. Ein weiteres musikalisches Schmankerl setzte Gitarrist Adrian Ziegler mit einem flotten "Tango en Skai".

Flötenmusik begleitete die Zuhörerschaft dann über den großen Teich. David Daniel, Luise Ulrich und Svenja Meinl luden mit "El Humahuaqueno" ein zu temperamentvollen Pampa-Melodien, die Magdalena Dötsch (Querflöte) mit einem "Tango-Lento Mediativo" auf argentinisch rhythmisch fortsetzte. Eine Klavier-Polka von Genari Karganov, mit viel Temperament von David Daniel vorgetragen, rundete diesen Teil einer eher rustikalen und fröhlichen Melodienfolge ab. Nach einem Gesangsbeitrag von Anna Ott und Teresa Trummer, dem "Pie Jesu" von Andrew Lloyd Webber, endete das harmonische Programm klassisch. Die Komponisten Frédéric Chopin, Fritz Kreisler und Reinhold Glière kamen zu Ehren.

Einem Gewittersturm gleich setzte die Geigerin Johanna Baumann, am Klavier von Riita Michaelson begleitet, mit dem "Präludium und Allegro" von Kreisler Akzente, während Theresa Hahn am Klavier mit der Zärtlichkeit ihres Vortrages bei der "Polonaise B-Dur" von Chopin imponierte. Verbunden mit den gefühlvollen Gesangsbeiträgen ein runder Abgang und ein schönes Geschenk für Zuhörer, Mitwirkende und für das musikpädagogische Personal.
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