CSU-Ortsverband Speinshart feiert seinen 70. Geburtstag
Vorausschauende Gründerväter

Vermischtes
Speinshart
22.03.2016
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"Die Politik im Wandel der Zeit": Dieses Thema zog sich quasi wie ein roter Faden durch den Abend, als der CSU-Ortsverband Speinshart mit Mitgliedern und Ehrengästen im Gemeindezentrum seinen 70. Geburtstag feierte. Der Festakt wurde zu einer Mischung aus dankbarer Rückschau, familiärer Geschlossenheit und geselligem Beisammensein.

In den Glückwünschen zum Jubiläum schwang Anerkennung mit, in den Reden Stolz. Im Januar 1946 war der Ortsverband Speinshart der CSU gegründet worden. 70 Jahre später feierten die Nachfolger der Gründerväter - zusammen mit treuen Mitgliedern, Vertretern der umliegenden Ortsverbände und prominenten Gästen. Angereist waren CSU-Bezirksvorsitzender und Finanzstaatssekretär Albert Füracker, ein persönlicher Freund der Familie von Bürgermeister und Ortsvorsitzendem Albert Nickl, Landtagsabgeordneter Tobias Reiß, Landrat Andreas Meier und zahlreiche Kommunalpolitiker.

Einer der Höhepunkte des von der Eschenbacher "Stodtbergsaitn" musikalisch untermalten Abends war ein Rückblick auf die wichtigsten Stationen der "Erfolgsgeschichte Speinshart" mit maßgeblicher Beteiligung der CSU. Bürgermeister Albert Nickl übernahm in seiner Funktion als Ortsvorsitzender den Part des Historikers und schilderte in seiner Festrede Anfänge und Werdegang. Die Entscheidung von damals vorausschauenden Männern wie Georg Scherl und Prälat Gereon Motyka, die Menschen aus der Nachkriegsverdrossenheit wachzurütteln und mit Verantwortungsbewusstsein voranzugehen, sei mutig gewesen, merkte er an.

Es gebe einen Grund, warum sich das Land nach Kriegsende so gut entwickelt habe, machte Nickl deutlich: Tüchtige Leute mit starkem Gemeinsinn seien es gewesen, im Schoß einer neuen Partei, werteorientiert und zukunftsweisend. Für die Christsozialen vor Ort lautete der Auftrag, mit den Menschen Heimat zu gestalten und dem ländlichen Raum ein attraktives Gesicht zu geben.

"Fähig und engagiert"


In allen Facetten beleuchtete der Ortsvorsitzende bei der anschließenden kommentierten Bildernachlese die Geschichte des Ortsverbands sowie die Gründung und Entwicklung der Tremmersdorfer CSU. "Die Politik ist nur so gut wie die Menschen, die an ihr mitwirken", urteilte er und erklärte: "Die örtliche CSU hatte seit der Gründung stets fähige und engagierte Menschen in ihren Reihen." Namentlich erwähnte er vergangene Politgrößen wie die langjährigen Bürgermeister Georg Scherl, Josef Bräutigam und Josef Scherl, aber auch Josef Schraml, Xaver Roder, Georg Girisch und Hans Diepold. Mit ihnen im Mittelpunkt sei aus der Kommune ein blühendes Gemeinwesen entstanden. Bescheiden verschwieg der Ortsvorsitzende dabei seinen Anteil am Erfolg der Christsozialen in Speinshart: Nickl führt den Ortsverband seit 25 Jahren und regiert seit 20 Jahren das Klosterdorf als Bürgermeister. Die Leistungsbilanz der CSU verband das Gemeindeoberhaupt mit den zupackenden Eigenschaften "seiner" Speinsharter: in der Gleichung "Bürger und CSU, Hand in Hand".

Lob für Gemeinsinn


In die Rubrik "Ohne Fleiß kein Preis" ordnete er die vor 30 Jahren entstandene Einsicht, das historische Klosterdorf zu sanieren und die Prämonstratenser-Abtei gründlich zu restaurieren, sowie das Entstehen einer Internationalen Begegnungsstätte ein. Die Dorferneuerung und weitere staatliche Förderprogramme leisteten dazu einen wesentlichen Beitrag, betonte Nickl. Schließlich schilderte er den Werdegang Speinsharts nach der Gebietsreform, erinnerte an das bereichernde Dorfleben und lobte den Gemeinsinn der Einwohner. Rückblicke auf parteiinterne Veranstaltungen ergänzten die Festansprache.

"Der Zuspruch der Bevölkerung ist unser härtestes und wichtigstes Kriterium", bilanzierte der Ortsvorsitzende und erklärte selbstbewusst: "Speinshart und die CSU sind eine Erfolgsgeschichte" (weiterer Bericht folgt).

Starke BasisBestätigt wurde Albert Nickls Einschätzung von Landrat Andreas Meier. Der CSU-Kreisvorsitzende stellte die Stärke der Basis heraus, lobte die Geschlossenheit der Speinsharter und appellierte an die gut 100 Festbesucher, die Bürger auch auf steinigem Gelände nicht im Stich zu lassen: "Die Leute draußen bauen auf die Vernunft der CSU." Als Beispiel nannte er verbindliche Abstände zu Stromtrassen.

Auch die Flüchtlingsfrage ließ der Landkreischef nicht außen vor. "Jeder, der bei uns Heimat auf Zeit hat, kann sich seiner Haut sicher fühlen", stellte Meier klar. Realität sei aber auch, dass die Ressourcen für Flüchtlinge Grenzen hätten: "Noch einmal eine solche Flüchtlingswelle geht einfach nicht." Ein Bericht über die Festansprache von Staatssekretär Albert Füracker folgt. (do)
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