Gesundheitstrainerin Theresia Kunz gibt Tipps
Geheimwaffe Gemüse

Theresia Kunz. Bild: jhö
Vermischtes
Speinshart
29.02.2016
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"Lieber leichter!" Dauerhaft das Gewicht reduzieren und mehr Lebensenergie mit Obst und Gemüse. Zu diesem Thema gab die Gesundheitstrainerin für Vollwertkost, Theresia Kunz, den Speinsharter Gartlern wichtige Tipps.

Ein schlechtes Gewissen bei der Ernährung ist nach Meinung der Expertin ungesund. Das Zauberwort heißt: Vollwerternährung, mehr Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Kartoffeln und Hülsenfrüchte. Auf dem Speiseplan sollten mehr Milch, ungesüßte Milchprodukte, Butter, kaltgepresste Öle, Kräuter und Früchte sein.

Allerdings sollen weniger Eier, maximal drei Eier pro Woche, Wurst, Fleisch (nicht mehr als 600 Gramm in der Woche), Pflanzenfette, Alkohol, schwarzer Tee sowie Salz zu sich genommen und auf Fertiggerichte ganz verzichtet werden. Die Tirschenreutherin empfahl drei Handvoll Gemüse und zwei Handvoll Obst aufgeteilt auf die Mahlzeiten am Tag. Obst und Gemüse, ideal aus dem eigenen Garten, warten mit einer besonderen "Geheimwaffe" gegen Krebs und einer Vielzahl anderer Erkrankungen auf. Die sekundären Pflanzenstoffe, auch Biostoffe genannt, haben gute Wirkungen, senken den Cholesterinspiegel, wirken bakterienhemmend im Körper und tragen zur Gesundheit bei. Zu nennen ist hier die Zwiebel - sie ist vorbeugend und entzündungshemmend, Karotten steigern die Bekömmlichkeit und haben ebenfalls eine krebsvorsorgende Wirkung.

Ein Kilogramm pro Monat


"Die sekundären Pflanzenstoffe, die Obst und Gemüse zu ihrem eigenen Schutz bilden, können auch Menschen vor Erkrankungen schützen", betonte die Expertin. Carotinoide sind die Farbstoffe in rot- und gelbfarbigen Gemüse und Früchten: Möhren, rote Paprika, Kürbisse, Aprikosen und Tomaten führen die Hitliste an. Besonders reichhaltig sind sie aber auch in Grüngemüse zu finden, zum Beispiel in Grünkohl, Wirsing, Spinat und Feldsalat.

Kunz sprach sich für eine ausgewogene, vielseitige und der Jahreszeit entsprechende Ernährung aus: Frischkost ist Fitkost. "Wer nicht nur einen schnellen Gewichtsverlust anstrebt, sondern sein Idealgewicht auch dauerhaft halten möchte, sollte seine Ernährungsgewohnheiten langfristig umstellen", riet sie, und meinte in diesem Zusammenhang, dass der Einzelne "nicht zu viel und zu schnell" Erfolge erwarten sollte. Ein Kilogramm pro Monat sei eine dauerhafte Abnehm-Methode.

Wichtige Tipps gab die Fachfrau noch zur schonenden Verarbeitung. Am günstigsten ist es, Salat am Abend zu ernten, da der Nitratwert, der sich hauptsächlich in den Stengeln ablagert, am geringsten ist. Nährstoffe werden geschont, wenn Obst und Gemüse unzerkleinert gewaschen und erst kurz vor dem Verzehr geschnitten werden. Die schonendste Garmethode ist das Dünsten. Beim Einkauf sollte man auf frische und reife Ware achten. Reifes Obst und Gemüse enthält die größte Menge bioaktiver Substanzen.

Auch mal genießen


Bei vielen befinden sich die sekundären Pflanzenstoffe besonders zahlreich in der Schale oder direkt darunter. Daher sollten Äpfel, Birnen, Möhren oder Gurken vor dem Essen kurz und gründlich gewaschen und gebürstet, aber nicht geschält werden. Bleiben Obst und Gemüse im Wasser liegen, gehen leicht lösliche, wertvolle Inhaltsstoffe schnell verloren. "Haben Sie dabei nicht gleich immer ein schlechtes Gewissen, wenn Sie ein Stück Torte oder ein Glas Wein genießen." Auf die Ausgewogenheit kommt es bei der Ernährung an. Mit einen Bag selbstgepressten Apfelsaft bedankte sich Vorsitzender Josef Höllerl für den informativen Vortrag.
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