"Guter Jahrgang" für Gemeinde
Jahresabschlussfeier im Gemeindezentrum Speinshart

Zweiter Bürgermeister Roland Hörl (rechts) würdigte die Arbeit des "ersten Mannes der Gemeinde" Albert Nickl (links) als "extrem intensiv und erfolgreich". An "Ruhepol" Elisabeth Nickl (Zweite von links) überreichte er einen Blumenstrauß. Gleichzeitig begrüßten die Gemeindeoberen und Kita-Leiterin Waltraud Wagner (Zweite von rechts) bei der Weihnachtsfeier der Gemeinde die neue Krippen-Erzieherin Katharina Gradl (Mitte). Bild: do
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Speinshart
18.12.2015
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Zuschauen genügt nicht. "Wir brauchen Aktive, die das Spiel gestalten", sagt Bürgermeister Albert Nickl. In der Jahresabschlussfeier der Gemeinde appellierte er im Fußballjargon an die Bürger, mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung das Klosterdorf voranzubringen. An dieser fehlte es bereits im alten Jahr nicht.

Tremmersrf/Speinshart. (do) Das Dienen und Mitwirken zum Wohle des Ganzen und der Heimat ist für den Bürgermeister einer der Erfolgsgaranten für einen bemerkenswert großen Leistungskatalog. "Wir haben in der Gemeinde viele gute Geister", würdigte Albert Nickl in der Weihnachtsfeier der Kommune im Gasthaus Schmid in Tremmersdorf die stillen Arbeiter "im Weinberg des Klosterdorfes".

Dazu zählte er alle Gäste, unter ihnen Prior Pater Benedikt, Pater Andreas, Altbürgermeister Josef Scherl und ein starkes, geschlossenes Team, um in der Fußballersprache zu bleiben. Vieles wäre 2015 undenkbar gewesen ohne die Tatkraft des Personals der Kindertagesstätte, der Grundschule, der Verwaltung oder des Bauhofs. Allen Mitarbeitern sprach er ein "großes Vergelt's Gott" aus. Besonderes Lob galt auch dem Wasserzweckverband Seitenthaler Gruppe mit Vorsitzendem Josef Wiesend für das Engagement zur Wasserversorgung von Zettlitz und die Initiative zur Erneuerung des Hochbehälters bei Haselbrunn.

Starkes Wir-Gefühl


Besonderer Anerkennung bedürfe aber die Opferbereitschaft der Ehrenamtlichen in Vereinen und Verbänden, betonte Nickl. Den Dorfgemeinschaften Speinshart und Tremmersdorf, Seitenthal und Zettlitz, Haselbrunn und Höfen, Münchsreuth, Barbaraberg und Haselhof bescheinigte er Selbstbewusstsein und zugleich ein starkes Wir-Gefühl zum Wohl der gesamten Kommune.

Ganz Politiker hatte der Bürgermeister zu Beginn des offiziellen Teils der Feier die bundespolitische Entwicklung analysiert und die Dramatik der weltweiten Flüchtlingsbewegungen beleuchtet. Der Bürgermeister und stellvertretende Landrat plädierte für Integrationskonzepte auf internationaler Ebene, um die nationalen Bemühungen nicht zu überfordern.

Doch dann war Nickl wieder ganz Kommunalpolitiker. Für seine Gesamtbilanz des Jahres bemühte er die Fachsprache des Weinsommeliers: "2015 wird ein guter Jahrgang, fruchtig, fein, ausdrucksstark, körperreich - charaktervoll eben und voller Harmonie."

Die hohen Benotung begründete der Gemeindechef mit der Verwirklichung vieler Einzelmaßnahmen. Er verwies auf die Fertigstellung des Kirchplatzes in Tremmersdorf, die Sanierung der Ortsdurchfahrt der Kreisstraße in Münchsreuth, den Radwegbau in Richtung Oberfranken, den Neubau der Barbarabergstraße und die Weichenstellung für schnelles Internet in allen Gemeindeteilen. In seinem Ausblick kündigte der Bürgermeister wichtige Schritte zur Entspannung der Parkplatzsituation im und um den Klosterhof an, bestätigte die Absicht zum Kauf eines neuen Löschfahrzeuges für die Feuerwehr Tremmersdorf und berichtete von Verhandlungen für eine gute Finanzierung der Panoramastraße.

Kloster bald ohne Baustelle


Weitere Großprojekte warten. Nickl nannte beispielhaft die energetische Sanierung der Volksschule, die Nachmittagsbetreuung der Mädchen und Buben sowie die Restaurierung des Anwesens 23 neben der Wieskapelle.

Mit Blick auf die Klosterbaustelle frohlockte der Redner: "Die wird es bald nicht mehr geben." Nach 20-jähriger Bauzeit sei ein Ende der Arbeiten an dem überregional bedeutsamen Juwel in Sicht. Zwischen Prämonstratenser-Abtei und Gemeinde bestehe große Harmonie, merkte er zudem an. Namentlich dankte er Prior Pater Benedikt, Pater Andreas und Ortspfarrer Pater Adrian für das herzliche Miteinander.

"Speinshart hat als Ort der Begegnung an Leuchtkraft gewonnen", sagte Nickl zur Internationalen Begegnungsstätte Kloster Speinshart und dankte dem bisherigen Leiter Florian Prosch: "Seine Verdienste in der schwierigen Startphase bleiben unvergessen." Dem neuen Leiter Thomas Englberger wünschte er viele gute Einfälle zur weiteren Belebung der Begegnungsstätte.

"Von Virus des Gemeinsinns anstecken lassen"Sonderbeifall erhielt Bürgermeister Albert Nickl für seine anerkennenden Worte über die Vereinsarbeit: "Ohne den Gemeinsinn der Ehrenamtlichen wären wir arm dran." Dieses Engagement bestätigte er auch dem Gemeinderat - sowie Zuverlässigkeit und Solidarität bei allen wichtigen Weichenstellungen. Auch Nickls Stellvertreter Roland Hörl erntete viel Anerkennung.

Hörl revanchierte sich auf gewohnt humorvolle Art. "Der Blick des Bürgermeisters ist Tag und Nacht auf das Wohl seiner Gemeinde gerichtet, immer nach neuen Projekten Ausschau haltend." Das sei schon extrem. Da passe ein "extremer" Birnengeist als Kostprobe und zum Wachbleiben. Zur geistigen Kost gehörte das Büchlein "Tusch eineinhalbmal" von Norbert Neugirg . Nickls Ehefrau Elisabeth als "Ruhepol im Hause Nickl" dankte Hörl mit einem Blumenstrauß.

Den Einwohnern empfahl der Vizebürgermeister mit Blick auf das Geschehen im Gemeinderat, "sich wenigstens von einem kleinen Virus des Gemeinsinns anstecken zu lassen". Dieser könne dazu beitragen, das gesellschaftliche Leben in der Kommune noch stärker zu befruchten. (do)


Neues aus der KitaZur Kindertagesstätte berichtete Bürgermeister Albert Nickl über das Ausscheiden von Andrea Gericke und Kerstin Seitz. Claudia Wist befinde sich in der Elternteilzeit. Die Stelle einer Sprachfachkraft, vom Bund gefördert, müsse leider wegen fehlender Voraussetzungen gestrichen werden. Als neue Mitarbeiterinnen stellte Nickl Krippen-Erzieherin Katharina Gradl aus Neuzirkendorf und Kinderpflegerin Judith Höller vor. (do)
Wir haben in der Gemeinde viele gute Geister.Bürgermeister Albert Nickl
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