Hegeschau der Kreisgruppe Eschenbach im Landesjagdverband: Jäger gestalten Ausstellung für ...
Blick für die Natur als Ganzes fördern

Vermischtes
Speinshart
26.04.2016
31
0

Was haben Fische, Specht, Eisvogel, Silberreiher und Douglasie mit Reh- und Rotwild gemeinsam? Albert Butscher, der Leiter der Hegegemeinschaft Pressath, findet darauf eine einfache Antwort: "Die Jäger der Region haben bei ihrem Tun stets die Natur als Ganzes im Blick. Sie sind mit den Fischern Schützer und Nutzer der Natur und bestrebt, einen Beitrag zum Gleichgewicht in unserer Umwelt zu leisten. Einen Blick dafür wollen wir auch bei den Kindern fördern."

Über 200 Grundschüler


Die Hegeschau der Kreisgruppe Eschenbach im Landesjagdverband Bayern war deshalb erneut verbunden mit einer sehenswerten Ausstellung und der Vorstellung von Hunden, denen bei der Ausübung der Jagd besondere Aufgaben zukommen. Mit Interesse - und mitunter auch mit Mut - genossen am Tag vor der Pflichtschau der Jäger mehr als 200 Kinder der Grundschulen Oberbibrach, Pressath und Speinshart im und vor dem Gemeindezentrum das mit viel Liebe vorbereitete Rahmenprogramm.

Im Saal fiel der erste Blick auf ausgestellte Rotwildgebisse und Hauer von Keilern. Fachmännische Erläuterungen dazu gab Konrad Nickl. Die Hauer des Wildschweinkeilers bezeichnete er als "Waffe des Schwarzwildes". Auch bei weiteren Exponaten wie Douglasie, Fichte, Dachsschädel, Bibergebiss und Marder erwies sich Nickl als begabte Lehrkraft im Fach Naturkunde.

Mit viel Anschauungsmaterial stellte sich die Ortsgruppe Pressath des Landesverbandes für Vogelschutz vor. Sie zeigte unter anderem Präparate von Silberreiher, Weißstorch, Eisvogel, Biber und Specht. Gleich daneben hingen Kästen, die Fledermaus, Raufußkauz, Baumläufern und Meisen als Brut- und Niststätte dienen.

In einem großen Bassin schwamm zudem eine große Auswahl an heimischen Fischarten: Barsch, Brachse, Gründling, Rotfeder, Rotauge, Schleie und Spiegelkarpfen. Am Boden des Bassins waren Flusskrebs und Teichmuschel zu bewundern. Auf Schautafeln wurden alle Wasserbewohner vorgestellt und beschrieben. Entlang der Fensterfronten lagen bereits die Gehörne des im Vorjahr erlegten Reh- und Rotwildes, die am Samstag beurteilt wurden.

Unterschiedliche "Berufe"


Vor dem Gemeindezentrum stellten Hundeführer des Jagdverbandes ihre Helfer, die unterschiedliche "Berufe" haben. Aufgabe der Hannoverschen Schweißhündin etwa ist das Verfolgen einer Fährte und das Aufstöbern von verwundetem Wild. Kleiner im Körperbau sind der Westfälische Terrier als Stöberhund und der Deutsche Jagdterrier, der in Fuchsbauten eindringen kann. Der Kleine Münsterländer kam ursprünglich bei Rebhuhn-, Fasanen- und Wachteljagd zum Einsatz. Mittlerweile wird der kinder- und familienfreundliche Jagdbegleiter als wasserfreudiger Gebrauchshund eingesetzt. Nach Apportier- und Kommandoübungen durften ihn die Schüler sogar füttern. Der Abschluss war ein Deutsch-Langhaar: Er apportierte nicht nur, sondern demonstrierte zur Freude der Kinder unter anderem Bitte-Stellung und Pfote geben.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.