Hirthausfreunde Münchsfreuth auch mit Festschuppen zufrieden
Festhalle ist der große Wunsch

Eine Festhalle oder Festscheune ist das nächste Ziel der Münchsreuther Hirthausfreunde. Vorsitzender Albert Schmid gab diesen Wunsch in der Generalversammlung bekannt. Bild: do
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Speinshart
15.03.2016
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Das Münchsreuther Hirthaus ist ein Sinnbild für Gemeinschaftsgeist. Aus einem dem Verfall geweihten Armenhaus aus dem 19. Jahrhundert schufen die Dorfbewohner einen geselligen Ortsmittelpunkt. "Kümmerer" ist der Verein der Hirthausfreunde. Vor zehn Jahren nach Abschluss der Sanierung gegründet, träumen die Mitglieder nun von weiteren Großtaten.

Münchsreuth. Ein echtes Schmuckstück mit historischem Flair steht da mitten im Dorf. Als Symbol heimatlichen Selbstbewusstseins bildet es eine Symbiose mit der nur wenige Meter entfernten schmucken Marienkapelle. Hier pflegen die Dorfbewohner Traditionen, Kultur und Geselligkeit, nebenan stehen Gebet und innere Einkehr im Mittelpunkt. Auf diese Verbindung sind die Münchsreuther stolz.

Der Solidarität der Dorfbewohner folgte vor zehn Jahren die Gründung eines Vereins. Seitdem sorgen die "Hirthausfreunde" für Leben im und die Unterhaltung des ehemals auf königliche Anordnung entstandenen Armenhauses.

Nach einem Totengedenken für Rainer Mayer fasste Vorsitzender Albert Schmid in der Jahreshauptversammlung am Freitagabend das vergangene Jahr zusammen. Er hielt Rückschau auf die viele Arbeit zum Unterhalt des Gebäudes, die Unterstützung des Kapellenbauvereins bei der Organisation der 40-Jahr-Feier und die Beteiligung am Maibaumfest. Schmid erinnert ferner an den Tagesausflug ins Fichtelgebirge, lobte Organisator Wolfgang Seitz und verwies auf weitere gesellschaftliche Aktivitäten. Im Münchsreuther Hirthaus fühlen sich auch auswärtige Gäste wohl. "Privatfeiern sind der Renner", merkte Schmid an.

Kein Rückblick ohne Ausblick: Der "Hirthaus-Ausflug" 2016 geht voraussichtlich in die Fränkische Schweiz. Geplant sind ferner Festbesuche bei befreundeten Vereinen. Als besonderen Höhepunkt kündigte der Vorsitzende für Sonntag, 20. November, in Zusammenarbeit mit dem Obst- und Gartenbauverein Speinshart einen Hobby-Künstlermarkt rund um das Hirthaus an.

Bamberger Band spielt


Schriftführer Wolfgang Seitz informierte über ein musikalisches Extra-Schmankerl in der Osterzeit. Dann soll das historische Ambiente des Hirthauses als Kleinkunstbühne dienen. Geplant ist auf Vermittlung von Kilian Ellner, Musiklehrer am Gymnasium Eschenbach, ein Gastspiel der Bamberger Band "Cat stage". Mit seinem Team hofft Albert Schmid auf einen weiteren Coup. Unter den Münchsreuthern herrscht ebenfalls Einigkeit: "Eine Festhalle muss her." Es genüge auch ein Festschuppen, merkte der Vorsitzende danach etwas bescheidener an und appellierte an den Bürgermeister, die ins Stocken geratenen Planungen zu beschleunigen, um sich rechtzeitig öffentliche Fördermittel zu sichern.

Dorferneuerung an Bord


Auch Bürgermeister Albert Nickl, der ebenso gekommen war wie sein Stellvertreter Roland Hörl und Gemeinderat Wolfgang Merkl sowie viele Oberbibracher, steht zur Gemeinschaftshalle. Er sicherte in seinem Grußwort die Unterstützung der Gemeinde im Zuge der Dorferneuerung zu. "Das Amt für Ländliche Entwicklung ist bereit, finanzielle Hilfe zu leisten." Auch die Arbeitsleistungen seien förderfähig.

Auf das kleine Jubiläum der Hirthausfreunde eingehend bezeichnete Albert Nickl den Verein als Aktivposten in Gemeinde und Ortschaft und beförderte ihn zum Markenzeichen der Ortschaft. Nach den Neuwahlen (siehe Im Blickpunkt) endete die Versammlung mit einem besonderen Glückwunsch: Der Bürgermeister gratulierte Albert Schmid nachträglich zum 60. Geburtstag.
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