Jäger Markus Walter erzählt Grundschülern von seinen Aufgaben
Waidmann, Wald und Wild

Vermischtes
Speinshart
14.12.2015
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Speinshart. (ow) Viel Wissenswertes über Waldtiere erfuhren die Drittklässler der Grundschule Am Rauhen Kulm beim Besuch des Jägers Markus Walter. Der Jagdpächter des Tremauer Jagdreviers hatte die Einladung der Klassenlehrerin Birgit Ohla angenommen und wusste viel über seine Arbeit im Wald und mit den Tieren zu berichten.

Der engagierte Jäger war nicht mit leeren Händen gekommen. Er hatte einige ausgestopfte Tiere dabei, die sofort die Neugier der Buben und Mädchen weckte. Dann erklärte er, warum Tiere gejagt werden müssen: Es fehlen die natürlichen Feinde, die Wildtiere würden sich unkontrolliert vermehren. Dies würde einerseits den Tieren selber schaden, weil dadurch viele Krankheiten entstehen und durch Verbissschäden Bäume verkümmern würden. Überrascht waren die Kinder, als er erklärte, dass für Rehe die Triebspitzen von jungen Fichten eine Leckerei sind - sind die abgefressen, verkümmert der Baum.

Der Jäger ist auch ein Heger. Mit Abschuss von krankem oder schwachem Wild versucht er, einen gesunden Tierbestand zu erreichen. Die Anzahl der zu erlegenden Tiere wird ihm vom Abschussplan vorgegeben. Der wird alle zwei Jahre vom Landratsamt aufgestellt. Im Winter kümmert sich der Jäger um seine Tiere, indem er falls erforderlich zusätzliches Futter im Wald bereithält. In der kalten Jahreszeit sollte das Wild auf keinen Fall gestört werden.

Aufmerksam lauschten die Buben und Mädchen, als der Waidmann über seine mitgebrachten Tiere sprach. Kaum einer von ihnen hatte zuvor einen echten Waschbären gesehen. Murmeltiere gibt es bei uns nicht, aber in den Alpen ist dieses Nagetier heimisch, erklärte Walter. Vorsichtig beäugten die Schüler die Geweihstangen. Wenn die zu spitzig sind, seien sie eine gefährliche Waffe. Das kann zu Verletzungen führen, deshalb versucht der Jäger, dieses Tier zu erlegen. Die Geweihstangen werden jedes Jahr im Winter abgeworfen und wachsen im kommenden Jahr wieder nach.

Warum ein Jäger einen Hund hat, wollte ein Schüler wissen. Er helfe beim Aufspüren von geschossenem oder verletztem Wild. Beim Entenschießen springt er für seinen Herrn sogar ins Wasser und legt die Beute dann vor dem Jäger ab. Anhand einiger selbst gedrehter Videos konnten die Kinder typische Verhaltensweisen einiger Waldtiere beobachten. Klassensprecher David Dötsch bedankte sich im Namen der Klasse für die Stunde und überreichte dem Gast ein kleines Geschenk.
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