Kleintierzuchtverein feiert ´25-jähriges Bestehen
Eine "erfolgreiche Zeit"

Vermischtes
Speinshart
07.09.2016
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Ein feierlicher Gottesdienst und die Ehrung der Gründungsmitglieder: Das waren die Höhepunkte bei der 25-Jahr-Feier des Kleintierzuchtvereins Speinshart und Umgebung. Der Jubeltag der Züchter entwickelte sich auch zu einem Festtag für die Bevölkerung.

Tremmersrf. (do) Die milde Herbstsonne blinzelte am Sonntagvormittag auf die zahlreichen Besucher herab, als Pfarrer Pater Adrian Kugler mit einem festlichen Gottesdienst im Vereinsheim der Kleintierzüchter das Jubiläum einläutete. Das bunte Herbstkleid der Natur hatten die Verantwortlichen um Vorsitzenden Josef Kaufmann dazu in die schmucke Halle gebracht. Zudem grüßten die Fahnen der Feuerwehr Speinshart sowie der Krieger- und Soldatenkameradschaft.

"25 Jahre nach der Vereinsgründung gibt es Grund genug, zu feiern und fröhlich zu sein. Vergessen wir auch nicht, Gott für diese erfolgreiche Zeit zu danken." Mit diesen Worten eröffnete der Ortspfarrer die Messe. Gewohnt realitätsnah würdigte Pater Adrian Kugler dann in seiner Predigt die Arbeit der Züchter. Dabei forderte er dazu auf, die Tiere als Geschöpfe Gottes zu achten.

Den Stolz der Mitglieder auf ihre "Weißen Riesen" und auf das edle Federvieh bei den alljährlichen Leistungsschauen verband der Seelsorger mit Betrachtungen menschlicher Verhaltensweisen. Gar oft gehe es um Schönheitsbewertungen und -operationen mit dem Ziel, einen perfekten Körper zu erhalten. "Aber Gott machte das Original Mensch einzigartig", betonte Pater Adrian. Da brauche es keine Kopien und Nachhilfen. Diese wunderbare Menschenvielfalt verglich er mit einem Korb voller unterschiedlicher Früchte - eine Ausschussware gebe es nicht. Als Jubiläumsbotschaft empfahl der Geistliche den Gläubigen, dem Beispiel Gottes zu folgen: "Gott fragt nicht nach Äußerem, sondern nach dem Herzen."

Den Startschuss zum zünftigen Feiern gab Vorsitzender Josef Kaufmann mit der Einladung zu einer "Kultstunde". Urbayerisches gab es zur Frühschoppenzeit: Das Servicepersonal kredenzte Weißwürste, Brezen und Weißbier, während auf dem Vorplatz des Kleintierzüchterheimes schon Steaks und Bratwürste auf dem Holzkohlegrill brutzelten. In bewährter Form untermalte Alleinunterhalter und Züchterfreund Klaus Lingl den Frühschoppen.

Nach einigen dunklen Wolken präsentierte sich dann auch der Nachmittag strahlend schön. Josef Kaufmann strahlte mit, als er gewohnt leger und locker die vielen Gäste zum entspannten Feiern einlud. Musikalisch taten dies die Speinsharter Klosterbläser.

Stattliche Gemeinschaft


In Anwesenheit von Bürgermeister Albert Nickl, der auch Landrat Andreas Meier vertrat, von Kreisvorsitzendem Rainer Bauer, Altbürgermeister Josef Scherl sowie der Ehrenmitglieder Johann Edl, Klaus Sifke und Lorenz Zitzmann - Letzterer auch bayerischer Meister für Rassegeflügel - begann dann die Feierstunde. Als eine "Gemeinschaft, 25 Jahre jung" bezeichnete Albert Nickl den Verein. Aus einer kleinen Pflanze sei schon ein stattlicher Baum geworden, beschrieb er die Entwicklung zur Züchtergemeinschaft mit derzeit 100 Mitgliedern.

Der Bürgermeister zeigte sich "stolz, ein solches Team in der Gemeinde zu haben", und würdigte die Kleintierzucht als wertvollen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. "Früher gab es Kleintiere auf jedem Bauernhof, das ist heute vielfach Vergangenheit", bedauerte er. Umso wichtiger seien die Aktivitäten der Hobbyzüchter einzustufen. Der Umgang mit Kleintieren sei besonders für Kinder und Jugendliche von hohem erzieherischen Wert, merkte Nickl an.

Der Gemeindechef würdigte ferner die gewaltige Energieleistung des Vereins und der Gründungsmannschaft beim Bau des schmucken und praktischen Züchterheimes. Zudem lobte er die Leistungen des Gründungsvorsitzenden: "Es waren 25 goldene Jahre mit einem nimmermüden, einfallsreichen Josef Kaufmann." Zur Belohnung gab es "für den Mann vom Klosterblick" ein Tragerl Klosterbier. Den Verein bedachte der Bürgermeister mit einer Geldspende.

Schminkecke rege besucht


Stimmungsvolle Blasmusik prägte das weitere Festgeschehen. Bei einer Halben und "nu a Halben" sowie bei Kaffee und Kuchen war Gemütlichkeit Trumpf. Derweil machte der Nachwuchs in der Schminkecke von den künstlerischen Fertigkeiten von Sonja Müller aus Dobertshof regen Gebrauch.

Es waren 25 goldene Jahre mit einem nimmermüden, einfallsreichen Vorsitzenden Josef Kaufmann.Bürgermeister Albert Nickl zum Jubiläum des Kleintierzuchtvereins
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