Maria Ott zieht Bilanz
Saftiges Jahr für Mosterei

Stundenlange präzise Arbeit bei herbstlichen Temperaturen fordert die hochmoderne Abfüllanlage in der Haselbrunner Mosterei. Am Ende dürfen die Kunden Saft von Äpfeln aus dem eigenen Garten mitnehmen. Bild: gpa
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Speinshart
07.11.2016
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Haselbrunn. Wochenlang lief die Mosterei, wochenlang kamen Kleingärtner nach Haselbrunn, um ihr Obst in Saft umwandeln zu lassen. Jetzt steht die Presse still. Das Obstjahr 2016 ist vorbei. Leiterin Maria Ott spricht von guten Ergebnissen, trotz weniger Mostäpfel.

Annähernd neun Wochen lief der Betrieb auf Hochtouren. 95 Prozent aller Äpfel und Birnen, die in Haselbrunn verarbeitet werden sollen, sind zur Saftverarbeitung geeignet, berichtet Ott. Fast 40 Liter Saft pro Zentner Mostgut bezeichnet sie als das Phänomen des Jahres. Interessant sei auch, dass heuer zehn bis zwölf Prozent weniger Mostäpfel angeliefert wurden als im vergangenen Jahr. Obstbauern hätten bis zu 40 Prozent ihrer Ernte als Fallobst an Jäger gegeben, informierte Ott, die seit über zwei Jahrezehnten die Mostanlage leitet.

Zahlen sind für Ott aber nicht das Wichtigste. Die Zufriedenheit der Kunden, die den guten Service und die zügige Abfertigung lobten, bedeuten der Mostereileiterin weit mehr. Den Kunden sei besonders wichtig, Saft aus dem eigenen Obst zu erhalten.

Auch der Preis stimme. So erzählte ein Münchener Kunde, der Saft aus seinen in der Oberpfalz geernteten Äpfeln mitnahm, von Preisen der Mostereien im Bodensee-Gebiet: Ohne die Gewähr, tatsächlich Saft aus eigenen Äpfeln zu erhalten, müsse etwa ein Drittel mehr als in Haselbrunn bezahlt werden. Während viele Ernteausfälle durch Fallobst beispielsweise im Schwandorfer Raum, Vohenstrauß und in Weiden verzeichnet werden mussten, lieferten andere Einzugsgebiete der Haselbrunner Mosterei, "die von Autobahn bis zu Autobahn reichen", vor allem die Fränkische Schweiz, wieder sehr viel Obst an.
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