Münchsreuther gestalten Außenanlagen bei der Kapelle neu
„Jetzt schaut’s wieder gut aus“

Schon der erste Eindruck wirkt einladend: Den Münchsreuthern gelang eine harmonische Neugestaltung der Außenanlagen der Maria-Hilf-Kapelle, die gleichzeitig das gesamte Dorfbild aufwertet. Nach Abschluss der Arbeiten, bei denen auch der frei stehende Glockenturm restauriert wurde, lobte Bürgermeister Albert Nickl (links) als Vorsitzender des Kapellenbauvereins das starke ehrenamtliche Engagement der Helfer. Bild: do
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Speinshart
20.08.2016
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Die Münchsreuther sind stolz auf ihre Marien-Kapelle. Auch viele Auswärtige bescheinigen dem relativ jungen Kirchlein zeitlose Schönheit. Bemerkenswert ist eine weitere Auffälligkeit: Der "Mehr-Wert" des Dorfes heißt Gemeinsinn. Dieser zeigte sich einmal mehr bei der Neugestaltung der Außenanlagen an der Kapelle.

Münchsreuth. Dem lieben Gott und Maria, der himmlischen Frau, zur Ehr sowie allen Gläubigen zur inneren Einkehr entstand vor gut 40 Jahren durch beispiellosen Einsatz der Einwohner die Maria-Hilf-Kapelle im Schutz einer mächtigen Eiche. Das Wahrzeichen des Dorfes steht auch für das Selbstbewusstsein des Speinsharter Ortsteils: Es ist Symbol für tiefen Glauben, dörflichen Gemeinsinn und Dorfkultur.

Nach einigen Renovierungen hieß es in den vergangenen Monaten, erneut zuzupacken - freilich nicht in dem Umfang wie vor vier Jahrzehnten: Die Münchsreuther und mit ihnen Bürgermeister Albert Nickl gingen an die Neugestaltung der Außenanlagen. Der Neubau der Ortsdurchfahrt der Kreisstraße erwies sich als günstiger Zeitpunkt, um die Grünanlagen rund um das Kirchlein gründlich neu anzulegen.

Der Kapellenbau-Vorsitzende und sein Stellvertreter Ludwig Geigenmüller riefen dabei zu Arbeitseinsätzen. "Bauleiter" Geigenmüller schilderte die Schritte: Entsorgung alter Sträucher, Ausbaggern des Geländes, Freilegen des Gedenksteins, Auftragen einer neuen Humusschicht aus Klosterbeständen, Neuanpflanzungen, Restaurierung des frei stehenden Glockenturmes und Verlegen eines Granitsteinpflasters im Bereich des Glockenturmes anstelle der unansehnlichen Schotterschicht.

"Jetzt schaut's wieder gut aus", urteilte das Helferteam nach getaner Arbeit freudestrahlend. Albert Nickl fand, die Neugestaltung der Außenanlagen sei eine Aufwertung für das gesamte Dorf. Eingebunden gewesen sei im Zuge der teilweisen Neutrassierung der Ortsdurchfahrt auch die Landschaftsgärtnerin des Staatlichen Bauamtes, verriet er. Gleichzeitig lobte er eine weitere Fachkraft: Viele Gestaltungsvorschläge seien auf Christine Walter zurückzuführen, lobte er.

Weitere Dankeshymnen gab es für Schatzmeister und "Manager" Albert Schmid mit Ehefrau Gertraud, Beate und Günther Sollner, Pflasterer Johann Meyer, Rudi Bräutigam, der auch regelmäßig das Kapellen-Umfeld pflegt, und die Baufirma Schreyer für ihre Sachspenden. Nickl würdigte auch Ludwig Püttner: Der Münchsreuther stellt seit eh und je Teile seines benachbarten Privatgrundstücks dem Kapellenbauverein kostenlos zur Verfügung.

"Lebendiges Gemeinschaftshaus"Bürgermeister Albert Nickl ist ein "echter" Münchsreuther, im Dorf geboren und aufgewachsen. Der Kapellenbau ist maßgeblich auf die Initiative seines Vaters Johann Nickl zurückzuführen, der 1973 auch Gründungsvorsitzender des Kapellenbauvereins war.

Da wundert es nicht, dass auch der Sohn das Kirchlein schätzt. Beizeiten übernahm er in "Erbfolge" den Vorsitz des Vereins. "Die Kapelle hat sich zum Dorfmittelpunkt entwickelt", stellte Albert Nickl fest. Das Gotteshaus sei nicht nur Gebetsstätte, sondern auch "lebendiges Gemeinschaftshaus", findet er mit Blick zum Nachbaranwesen: Nebenan lädt das historische Hirthaus zu geselligen Veranstaltungen ein. Es sei ein guter Dreiklang zwischen der Gläubigkeit der Einwohner, dem solidarischen Miteinander und der Bereitschaft, jeweils zur rechten Zeit in beiden Gemeinschaftshäusern Ruhe und Entspannung zu finden, betonte Nickl.

Und: "Die Dorfbewohner sind zu jedem guten Werk bereit", weiß er aus langer Erfahrung. Schon vor 40 Jahren hätten sie beim Bau der Kapelle Großartiges geleistet. (do)
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