Neues Einsatzfahrzeug, Schutzkleidung und Restaurierung der Fahne belasten Kasse der ...
Wehr vor finanziellem Kraftakt

Vermischtes
Speinshart
10.03.2016
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Tremmersrf. (do) Die Schilderung der Suche nach einem geeigneten Löschfahrzeug: damit begann Vorsitzender Martin Rodler in der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr (wir berichteten) seinen umfassenden Bericht. Er nannte die Gespräche "nicht einfach", sei es doch um eine Menge Geld gegangen. Letztlich sei einvernehmlich mit der Gemeinde eine gute Lösung gefunden worden. Der Vorsitzende bezifferte die Anschaffungskosten für das neue Einsatzfahrzeug auf bis zu 170 000 Euro.

Auch für den Feuerwehr-Verein stellt der Kauf einen Kraftakt dar: Die Kostenbeteiligung beläuft sich laut Rodler auf 25 000 Euro. Ein gewaltiges Loch entstehe dadurch in der Vereinskasse, stöhnte er. Gleichzeitig verwies er auf weitere finanzielle Belastungen: die finanzielle Beteiligung an den Kosten der Schutzkleidung und die Restaurierung der Feuerwehr-Fahne. Laut Voranschlag der Michelfelder Regens-Wagner-Fahnenstickerei werde die Instandsetzung mindestens 6500 Euro kosten.

Dann wandte sich Martin Rodler dem gesellschaftlichen Leben in der Gemeinde und bei der Feuerwehr zu. Deren Einsatz sei in vielen Bereichen mit dem Dorfleben verknüpft, betonte er. Beispielhaft erinnerte er an Traditionsveranstaltungen wie das Maibaumfest, die "Feierwehrkirwa", das Weinfest und den Ehrungsabend. Besonders vom Weinfest in der Gemeindehalle zeigte sich der Vorsitzende begeistert und dankte den vielen helfenden Händen.

"Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr": Diese Hilfsbereitschaft unterstrich Rodler auch mit Blick auf die Veranstaltungen auf Gemeindeebene. "Auf uns ist Verlass", versicherte er und verwies auf den gemeinsamen Florianstag mit der Feuerwehr Speinshart, den Besuch der Fronleichnamsprozession, die Mithilfe bei der Klosternacht, die Vorbereitungen für den Oberpfälzer Kulturtag und den Einsatz vieler Kameraden bei der Rama-Dama-Aktion, gemeinsam mit der Jagdgenossenschaft und der Jugend des Sportanglervereins Eschenbach.

Zum "Einsatzbericht" gehörten selbstverständlich auch Festbesuche. Schließlich bilanzierte der Vorsitzende "viele Stunden uneigennütziger Arbeit" rund um das Feuerwehrhaus und den Festplatz sowie auf dem Kinderspielplatz.

Sein Schlussappell war an die passiven Mitglieder gerichtet: Rodler bat sie um die Übernahme von Pflegeaufgaben. Dadurch könne die aktive Truppe, die durch die modulare Trupp- und Atemschutzausbildung sowie die Digitalfunk-Schulungen stärker beansprucht werde, entlastet werden.

Der Vorsitzende schloss seinen Tätigkeitsbericht mit zahlreichen "Vergelt's Gott": an die Führungskräfte, an die aufbau- und zukunftsfähige Nachwuchsmannschaft, an Vereinsmetzger Josef Hefner, an treue und zuverlässige Kameraden für die Unterstützung jenseits des Feuerwehrdienstes, an die Familien der Brandschützer sowie an Bürgermeister und Gemeinderat.Die Generalversammlung nutzten Vorsitzender Martin Rodler und sein Vorstand sowie Jugendwart Roland Henfling zur offiziellen Aufnahme neuer Jugendfeuerwehrler. Im Kreis der Aktiven begrüßte Rodler die Jugendlichen Helena Diepold, Til Grundl, Jonas Rupprecht und Sebastian Walter. Mit nunmehr 22 jungen Leuten habe die Tremmersrfer Wehr keine Nachwuchsprobleme, merkte der Vorsitzende mit Genugtuung an: "für eine Ortschaft in dieser Größe eine bemerkenswerte Entwicklung." (do)
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