Offizieller Startschuss fürs schnelle Internet: Breitbandausbau in Speinshart abgeschlossen
Im Netz Vollgas fahren

Telekom-Regio-Manager Enrico Delfino, Bürgermeister Albert Nickl, sein Stellvertreter Roland Hörl und Josef Markl von der Telekom-Technik (von links) drückten in Tremmersdorf auf den roten Auslöseknopf: Der Kommunikationsriese und die Gemeinde gaben so symbolisch den Weg für die Nutzung der schnellen Datenautobahn durch die Einwohner etlicher Ortsteile frei. Bild: do
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Speinshart
30.09.2016
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Kein Lärm, keine andere Umweltbelastung, alles erdverkabelt: Da war doch was. Nix da: Es geht nicht um die Monster-Stromtrassen - sondern um die Daten-Autobahn. Und die macht Freude. Seit Donnerstag können fast alle Speinsharter Gemeindebürger mit geballtem Megabit-Volumen auf elektronische Reise gehen - und das auf der Überholspur.

Tremmersrf/Speinshart. (do) Einen roten Startknopf drückten zwei Männer der Telekom sowie die Bürgermeister Albert Nickl und Roland Hörl in Tremmersdorf. Vor dem Eigenheim des Vizebürgermeisters gab das Quartett am Verteilerkasten symbolisch das Signal für das schnelle Internet.

Ab sofort können 376 Haushalte mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Netz surfen. Möglich sind in Einzellagen sogar Sonderlösungen mit Geschwindigkeiten bis zu 200 Mbit/s, technisch veredelt mit Glasfaser-Hausanschlüssen. "Fibre to the Home" (FTTH), nennt Enrico Delfino, Regio-Manager der Deutschen Telekom, diese rasend schnellen Verbindungen, von denen in Speinshart circa 40 Haushalte profitieren.

Der Telekom-Vertreter verwies auf weitere Vorteile. So sei das neue Netz so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sei. Alles aus einer Hand, das sei auch das Ziel der führenden deutschen Telekommunikationsriesen.

"Unsere Geduld hat sich gelohnt und erst recht die Investitionen", betonte Bürgermeister Albert Nickl beim Startschuss. Er verhehlte dabei nicht, dass es sich auch bei der jüngsten Investitionstranche um eine freiwillige Leistung der Gemeinde gehandelt habe. Im Sinne der Zukunftsfähigkeit der Kommune sei aus der Freiwilligkeit eine Pflichtaufgabe geworden, machte Nickl zugleich deutlich.

Der Bürgermeister blickte noch einmal auf die Anfänge der Breitbandversorgung zurück, verwies auf die bereits vor drei Jahren verlegten Glasfaserleitungen für Tremmersdorf und Speinshart und lobte den flotten Anschluss weiterer Gemeindeteile. Vergraben worden seien 20 Kilometer Leitungen, davon 10 Kilometer in Leerrohren der Gemeinde, bilanzierte der Rathauschef. Die Gesamtkosten für die jüngste Breitbandoffensive bezifferte er mit 625 000 Euro. Davon habe der Freistaat 80 Prozent gefördert.

Doch automatisch kann die schnelle Datenautobahn nicht befahren werden. Notwendig seien Verträge mit der Telekom. Darauf wies Telekom-Technik-Chef Josef Markl hin. Schnellere Verbindungen seien ab sofort für die Ortsteile Tremmersdorf-Siedlung, Zettlitz, Seitenthal, Münchsreuth und Haselbrunn buchbar. In spätestens drei Wochen könnten dann auch die Haushalte in den Ortschaften Haselhof, Barbaraberg, Dobertshof und Höfen im Netz Vollgas fahren.

Für weitere Informationen - insbesondere über Verfügbarkeit, Geschwindigkeiten und Tarife - empfahl Markl eine Anfrage beim Telekom-Kundenservice (www.telekom.de/schneller), bei den Mitarbeitern der Telekom-Shops oder im Telekommunikationszentrum Grafenwöhr, Alte Amberger Straße 45.
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