Pater Adrian Kugler würdigt bei der Feuerwehr Ehrenamtliche und kritisiert „geistige ...
Handeln statt Zündeln

Vom Neuling bis zum "40-Ender": Eine beachtliche Anzahl von Mitgliedern zeichneten Kommandant Christian Höllerl (links) und Adjutant Andreas Stadler (rechts) für jahrzehntelangen aktiven Dienst aus oder honorierten Aus- und Fortbildungen. Bild: bjp
Vermischtes
Speinshart
30.03.2016
27
0

Aktive zahlen 5 statt bisher 4 Euro, Passive 10 statt 6 und Fördermitglieder 20 statt 13 Euro pro Jahr: Ohne Gegenstimme und bei nur drei Enthaltungen votierten die Mitglieder der Feuerwehr in ihrer Jahreshauptversammlung (wir berichteten) für eine maßvolle Erhöhung der Mitgliedsbeiträge.

Die laufenden Ausgaben seien "sehr hoch", wohingegen die Einnahmen zurückgegangen seien, rechtfertigte Vorsitzender Stefan Schedl den Antrag des Vorstands: "Vor allem ist das Mofarennen als Einnahmequelle weggefallen." Zudem habe es seit etwa zwei Jahrzehnten keine Beitragsänderung gegeben: "Ich war 18 Jahre lang Kassier und kann mich an keine Erhöhung erinnern."

Ferner informierte Schedl über die Neuberufung von Johann Meyer zum Vertrauensmann. Er ist Nachfolger von Christian Merkl, der das Amt aus beruflichen Gründen niedergelegt hatte.

"Ihr seid Gutmenschen im besten Sinn": Mit einem provokanten Rückgriff auf das Unwort des Jahres 2015 rührte Pater Adrian Kugler in seinem Grußwort an einen "Brandherd" besonderer Art. "Das Wort 'Gutmensch' war eigentlich ein Kompliment, wurde aber zur Beschimpfung für Leute, die sich für Flüchtlinge engagieren. Aber es kann doch nicht sein, dass Menschen, die sich für andere einsetzen, auch noch verhöhnt werden", ärgerte sich der Geistliche.

Dies sei so, "als würde man euch Feuerwehrleute naiv und dumm nennen, weil ihr Tag und Nacht bereitsteht, um anderen zu helfen". Wer sich ehrenamtlich für eine gute Sache einsetze, verdiene Anerkennung statt Häme, sagte Kugler: "Die Schwätzer und geistigen Brandstifter, die es leider zuhauf gibt, sollen euch das erst einmal nachmachen."

Echtes Interesse an Menschen sei "etwas anderes als bloße Kritik, Stammtischweisheiten und Vorschläge vom Sofa aus, wo man zwar nichts Positives bewegt, aber alles besser weiß als die, die Verantwortung übernehmen und sich engagieren." Mit einem Dankeschön für die vielfältige Unterstützung bei Veranstaltungen von Pfarrei und Kloster schloss Pater Adrian seine kleine "Predigt".

Aufhorchen ließ auch Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer: Infolge der Insolvenz eines Zulieferers sei offen, wie es mit der Aufschaltung der Digitalfunktechnik bei der Integrierten Leitstelle Weiden weitergehe, informierte er. Einen Arbeitstag vor Aufnahme des Regelbetriebs habe diese "Pleite alles gestoppt". Das Problem könnte "sehr schnell oder erst in einigen Jahren gelöst werden" - alles hänge vom Insolvenzverwalter ab.

Anerkennung für AktiveEine lange Liste von Auszeichnungen hatte Kommandant Christian Höllerl in der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Speinshart "abzuarbeiten". Ihre ersten Dienstgrad-Abzeichen empfingen Michael Melchner und Moritz Schmidt (Feuerwehrmann) sowie Philipp Seitz (Oberfeuerwehrmann wegen Atemschutzausbildung), die aus der Jugend- in die Erwachsenenwehr übergetreten sind.

Zu Maschinisten qualifizierten sich Tobias Trassl und Martin Höllerl, das Atemschutzabzeichen erhielten Philipp Seitz und Felix Steinkohl. Dienstaltersabzeichen wurden verliehen an die langjährigen Aktiven Andreas Morgner, Erwin Panzer, Wolfgang Wagner (je 20 Jahre); Gerhard Diepold, Uwe Minnich, Georg Schmidt (je 30 Jahre); Norbert Ackermann, Franz Dötsch, Reinhard Fahrnbauer (je 40 Jahre).

Belobigungen gab es für Benjamin Rödl, Stefan Sollner und Tobias Trassl als "fleißigste Aktive mit den meisten Einsätzen". Jedoch seien "alle unsere Aktiven sehr fleißig gewesen", betonte Kommandant Christian Höllerl. "Zu jedem Einsatz war ausreichend Personal verfügbar - sogar tagsüber, was durchaus nicht selbstverständlich ist." (bjp)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.