"Speinshart, Helau"
Katholischer Frauenbund verwandelt Speinsharter Gemeindezentrum in eine Faschingsmetropole

Endlich hat auch Speinshart eine Garde - aber natürlich nur dank des Katholischen Frauenbunds. Dessen "Putztrupp" brachte ebenso wie die Schauspielerinnen des Zweigvereins Stimmung in den Saal des Gemeindezentrums. Bürgermeister Albert Nickl jubelte - und musste dann selbst zum Mitmachen nach vorne. Bilder: nil (2)
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Speinshart
03.02.2016
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Dr. Eisenbart und seine Wunderheilungsmaschine: Allerdings musste in dem Sketch eine Patientin erfahren, dass der "Neutralisator" auch seine Tücken hat.

"Wild-West" in Speinshart: In eine Faschingsmetropole verwandelte der Katholische Frauenbund das Gemeindezentrum - und bestätigte damit einmal den Ruf, dass seine Mitglieder im Klosterdorf das Zepter in der Hand halten. Pfarrer Pater Adrian und Bürgermeister Albert Nickl wurden steckbrieflich gesucht und kurzerhand zum Arbeitsdienst eingeteilt.

Bei der "Wild-West-Nacht" herrschte Bombenstimmung, die zahlreichen Narren konnten sich so richtig austoben. Der in eine Ponderosa-Ranch verwandelte Saal hatte sich im Eiltempo gefüllt, so dass die Frauenbund-Truppe nur so strahlte. Vorsitzende Elisabeth Nickl begrüßte unter den vielen Gästen auch eine Reihe von Vereinsabordnungen aus der Gemeinde sowie Frauenbund-Delegationen aus der Umgebung.

Mit der neuen Speinsharter Faschingsgarde gab es bereits zum Auftakt eine große Überraschung. Da es in Eschenbach eine tolle Prinzengarde gibt und nun auch in Pressath eine solche gegründet wurde, wollte Bürgermeister Albert Nickl nachziehen. Deshalb habe er am Vormittag um 11 Uhr dem "Putztrupp" kurzfristig die Anweisung für seinen ersten Auftritt am Abend gegeben, berichtete Elisabeth Nickl.

Und da erschienen sie schon, die "Gardemädchen" - die zuvor die Solaranlagen am Barbaraberg geputzt hatten, "damit Geld in die Gemeindekasse kummt" - zur ersten Probe. Trainerin Rosi Ackermann verstand es meisterhaft, die Speinsharterinnen mit ihrer neuen Aufgabe vertraut zu machen. Kurzerhand holte Gertrud Höllerl zum Mitmachen Bürgermeister Albert Nickl nach vorne. Mit den schnellen Rhythmen tat er sich aber sichtlich schwer.

Mit einem fernsehreifen Auftritt stellten die Laiendarsteller des Frauenbunds einmal mehr ihr großes schauspielerisches Talent unter Beweis. Diesmal nahmen sie die Zuschauer in die Praxis von Dr. Eisenbart (Rosi Ackermann) mit, der zur Heilung eine neue Gesundheitswundermaschine aus den USA einsetzt: den "Neutralisator".

Arzthelferin Hedwig Schrembs lotste eine Kranke nach der anderen (Rita Haimerl, Maria Seitz, Maria Kroher) in die Praxis. Und wie durch ein Wunder waren die Beschwerden der zweiten und der dritten Patientin - Zungenleiden und Hinkebein - weg, als diese einen Arm in den "Neutralisator" steckten. Allerdings übertrug dieser die Leiden auf die erste Patientin, bei der die Wundermaschine keinerlei Wirkung zeigte. Als Patientin Nummer vier (Monika Meyer) erschien, flüchtete die erste in panischer Angst, da sie nicht auch noch deren Schwangerschaft übernehmen wollte.

Ihrem guten Ruf gerecht wurde anschließend die Prinzengarde aus Eschenbach, die meisterliche Tanzeinlagen aufs Parkett legte. Die Speinsharter Narren konnten von ihren Auftritten gar nicht genug bekommen und forderten immer wieder Zugaben ein. Frenetischen Beifall und Zugabe-Rufe ernteten für ihre Darbietungen auch die "Lady-Kracher" und das Männerballett "Ruß-Weiber". Der Elferrat, das Prinzenpaar Marina I. und Florian I. sowie Elisabeth Eisner zeigten sich von der tollen Atmosphäre sichtlich angetan. An Gabi Beer, Andrea Dobmeier, Silvia Dietl, Elisabeth Nickl, Christine Walberer und Bürgermeister Albert Nickl überreichten sie den Eschenbacher Faschingsorden.

Die Stimmung steigerte sich von Stunde zu Stunde. Bis in die frühen Morgenstunden hinein ertönte: "Speinshart Helau - Frauenbund Helau - Speinshart Helau". Großen Anteil an dem fröhlichen Faschingsball hatte das Trio "Alm-Fieber" aus Oberfranken, das alle Register seines musikalischen Könnens zog. Auch für das leibliche Wohl der Besucher hatte sich der Frauenbund einiges einfallen lassen, wobei es hier wegen des großen Andrangs allerdings bereits ab 22 Uhr "ausverkauft" hieß.
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