Speinsharter feiern fröhlich-heiteres Bürgerfest
Schattige Plätzchen heiß begehrt

Bürgerfest in Speinshart: Das bedeutete viele Stunden guter Laune im Kreise Gleichgesinnter.
Vermischtes
Speinshart
12.07.2016
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Die "Mäuse"- und "Igel"-Gruppen des Kindergartens verzauberten die vielen Besucher mit einer Reise ins Märchenland. Bilder: do (3)

Glaube, Kultur, Geselligkeit und Kurzweil im Gleichklang: Die Speinsharter feierten ein fröhlich-heiteres Bürgerfest. Aber auch Nachdenkliches war zu vernehmen: Bevor es die Einwohner und die vielen Gäste auf der Festwiese so richtig krachen ließen, mahnte Pater Adrian Kugler im Festgottesdienst in der Klosterkirche in Anlehnung an das Sonntagsevangelium nach Lukas Barmherzigkeit an.

Auf die Bibelgeschichte von der Hilfsbereitschaft des Samariters auf dem Weg nach Jericho eingehend, hatte der Seelsorger eine unmissverständliche Botschaft: "Fromm sein allein genügt nicht." Es komme auf das Tun an, erst dann sei praktizierter Glaube echt. Diese Einstellung empfahl Pater Adrian auch den Gläubigen.

Ohne Messgewand, dafür die Tuba geschultert, eilte er nach dem Gottesdienst zur Bühne, auf der schon die jungen Klosterbläser warteten - eine neue Blechbläserformation, mitgegründet durch das musikalische Multitalent aus der Prämonstratenser-Abtei. Kugler schweißte begeisterungsfähige junge Leute zu einem respektablen Klangkörper zusammen.

Mehrfacher Genuss


Auch am Bürgerfest-Sonntag bewiesen die Musikanten ihre Begabung. Der Weißwurst-Frühschoppen wurde deshalb für die Besucher zu einem mehrfachen Genuss. Leckere Würste, ein Weizen vom Fass und dazu der Ohrenschmaus von der Bühne: Nicht nur Bürgermeister Albert Nickl war schon zum Festbeginn glückselig.

er, Tremmersdorfer, Zettlitzer, Seitenthaler, Münchsreuther, Haselhofer, Dobertshofer, Haselbrunner, Höfener und die Leute vom "Heiligen Berg" genossen in der Folge schöne Stunden im Kreise anderer fröhlicher Menschen. Gefragt waren bei hochsommerlichen Temperaturen die schattigen Plätzchen auf dem Festgelände zwischen Klosterkirche und Wieskapelle.

Volle Konzentration hieß es am Nachmittag für die Gruppen "Igel" und "Mäuse" des Kindergartens. Angeleitet von Waltraud Wagner mit ihrem Team begeisterten die Buben und Mädchen mit einer Reise ins Märchenland. "Der Wolf und die sieben Geißlein" verzückte die vielen Hundert Besucher, ebenso "Die Sterntaler" der Brüder Grimm.

Gewohnt souverän erwiesen sich danach die Musiker der Blaskapelle Dießfurt unter Leitung von Werner Schreml als exzellente Stimmungsmacher bis in die Abendstunden hinein. Zum musikalischen Hoch passten die Schmankerln vom Grill, die Köstlichkeiten vom Torten- und Kuchenbüfett sowie Käse-Brotzeiten.

Oldtimer-Bulldog-Schau


Unter dem Dach ausladender Buchen entstand ein Kunstwerk nach dem Anderen. Die Landjugend zeigte beim Kinderschminken ihre Talente und nebenan tobte sich der Nachwuchs auf der Hüpfburg aus. Ein Hingucker war die Bulldog-Schau der Oldtimer-Jugend aus Feilersdorf und Zessau. Auch der langjährige zweite Bürgermeister und Kfz-Meister Hans Diepold war nach vielen Stunden Tüftelei mit einem MAN-Oldtimer-Schlepper präsent.

"Ein wunderschöner Tag, der den Bürgersinn dokumentiert", lautete die Bilanz von Albert Nickl. Doch ohne die vielen Helfer im Hintergrund wäre eine solche Fete nicht möglich, merkte er an und dankte unter anderem den beiden Feuerwehren, dem Katholischen Frauenbund, dem FC, den Klosterkeglern, dem Kindergarten, der Landjugend und dem Bedienungspersonal.

Wer zwischendurch auch einmal Kultur pur genießen wollte, kam ebenfalls nicht zu kurz. In der Wieskapelle war die Ausstellung von Michael Hottner "Wahrheit macht kein Geräusch" und im oberen Konventgang die Ausstellung "Karl IV. - ein Kaiser an Elbe und Havel" zu sehen. Im Kloster luden der renovierte Innenhof und der neugestaltete Info-Punkt zur Besichtigung ein.

Zudem gab es ein Schmankerl für Klassik-Liebhaber: Im Musiksaal gab das Reuthin-Quartett ein Konzert. Eine Führung durch die Klosterkirche und ein Spaziergang durch den großen Klosterhof ergänzten das Programm. Bereits am Freitag rockte die Jugend: Der "Horrido-Express" verführte zu einer "heißen Nacht".
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