Speinsharter Fratres Johannes Bosco und Korbinian gestalten Vigil
„Nagelprobe“ in der Klosterkirche

Der Blick ging erst zurück und dann nach vorne: In der von ihnen gestalteten Vigilfeier in der dunkel gehaltenen Klosterkirche machten die Fratres Johannes Bosco und Korbinian den Gläubigen Mut angesichts von Verletzungen, Enttäuschungen und Wunden im Leben. Bild: ewt
Vermischtes
Speinshart
22.03.2016
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Kerzenschein, Weihrauchduft, Stille, besinnliche Gesänge: Eine vorösterliche Vigilfeier in unvergesslicher Atmosphäre gestalteten die Fratres Johannes Bosco und Korbinian in der barocken Klosterkirche. Dabei luden die beiden die Besucher zu einer "Nagelprobe" ein.

Mit einem Nagel in der Hand sollte sich jeder Gedanken machen über die eigenen Nägel, also die Verletzungen und Wunden in seinem Leben: Schmerzen, Enttäuschungen, unerfüllte Wünsche, Rückschläge, Niederlagen, zerbrochene Beziehungen und Freundschaften, Hilflosigkeit, Alter, Krankheit oder Wunden, die verstorbene Menschen in uns zurücklassen.

Im österlichen Licht


Aber die "Nagelproben" müsse niemand alleine durchstehen, machten die Fratres deutlich: "Jesus, der Gekreuzigte, ist selbst verwundet und verletzt worden. Er weiß, was das bedeutet. Er fühlt mit. Er geht mit. Er trägt mit. Und mehr noch: Jesus, der Auferstandene, wird an den Wundmalen erkannt." Und so ermutigte Frater Korbinian: "Heute schmerzen die Verwundungen des Kreuzes. Übermorgen leuchten die Nagelwunden im österlichen Licht."

Zum Schluss durfte jeder Besucher seinen Nagel vor das vor dem Altar stehende Kreuz mit dem Christus-Corpus legen: "Die Verletzungen und Verwundungen unseres Lebens sind bei Jesus in guten Händen - in seinen aus Liebe verwundeten Händen. Er kann heilen, was verletzt ist."
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