Speinsharter Wehr hinterlässt guten Eindruck
Frisch, kreativ und aktiv

An Lob ließen es Bürgermeister Albert Nickl (vorne rechts), Alexander Richter (Grafenwöhr; hinten rechts), Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer (hinten, Zweiter von rechts) und Martin Rodler (Tremmersdorf; hinten, Dritter von rechts) nicht fehlen. Von links: Vorsitzender Stefan Schedl, Vize Wolfgang Merkl, Adjutant Andreas Stadler, Jugendwehr-Neumitglied Veronika Schinner; Sechster von links: Kommandant Christian Höllerl. Bild: bjp
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Speinshart
29.03.2016
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Nicht nur bei 38 Einsätzen, auch hinter den Kulissen gab es für die 75 Aktiven der Speinsharter Wehr in ihrem 120. Jahr viel zu leisten und zu lernen. Dass seine Kameraden die Angebote rege nutzen und der Schulungsraum oft "an seine Grenzen stößt", freut Kommandant Christian Höllerl.

Neben der Fortbildung machte Kommandant Christian Höllerl in der Hauptversammlung die Arbeitseinsätze zum Thema. Er erinnerte an Umbauten am Löschfahrzeug und an die Leitungen, die seine Männer fürs Alarmfaxgerät verlegt hatten. Höllerl sprach von den verschärften Fortbildungsanforderungen für Aktive, die Neuanschaffung von Schutzkleidung und die Erstellung neuer Hydrantenpläne.

Auf 22 Mitglieder angewachsen sei das Korps der Atemschutzgeräteträger, gab Atemschutzwart Stefan Sollner zur Kenntnis. Zufrieden mit dem Engagement seiner neun weiblichen und drei männlichen Schützlinge zeigte sich Stefan Neubauer vom Jugendwartteam: "Macht weiter so." Nachdem acht Mädchen vor einem Jahr eintraten, hatte die Jungfeuerwehr sogar 14 Mitglieder, doch seien drei Burschen in die Erwachsenenwehr gewechselt.

"Mit Bravour", so Neubauer, hätten alle Anwärter im Juni die Leistungsprüfung in Eschenbach gemeistert, im September anhand eines simulierten Autounfalls die Verkehrsabsicherung eingeübt und im November den Wissenstest in Kirchenthumbach bestanden. Jugendsprecherin Nicole Kroher freute sich, dass "wir Mädels schon ein fester Bestandteil der Feuerwehr sind", und versprach: "Feuerwehr bleibt voll unser Ding."

Anerkennende Worte für die Brandschützer, die "der Gemeinde viel Freude machen", fand Bürgermeister Albert Nickl: "121 Jahre nach eurer Gründung seid ihr so frisch, kreativ und aktiv wie selten zuvor." Die besonders von jungen Mitgliedern gut besuchte Hauptversammlung sei ein ermutigendes Vorzeichen. Mit 35 000 Euro habe die Gemeinde im Vorjahr ihre Wehren unterstützt und werde dies weiterhin tun. Besonderen Respekt verdiene der Einsatz der 250 Feuerwehrleute beim Münchsreuther Großfeuer: "Euch ist zu verdanken, dass aus dem Hof- kein Dorfbrand wurde."

Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer teilte diese Einschätzung. Freundschaftliche Grüße überbrachten die Vorsitzenden der Feuerwehren Tremmersdorf und Grafenwöhr, Martin Rodler und Alexander Richter. Der Grafenwöhrer erinnerte an das vor über 100 Jahren begründete Patenverhältnis zwischen seiner und der Speinsharter Wehr, worüber kaum etwas bekannt sei. "Wer über diese wohl älteste Patenschaft noch etwas weiß oder gar Dokumente besitzt, soll sich bei Stefan Schedl oder mir melden", bat Richter, der sich ebenso wie Tafelmeyer beeindruckt von Qualifikation und Motivation der Speinsharter zeigte: "So etwas habe ich selten gesehen - mit einer Dorffeuerwehr hat eure hochprofessionelle Arbeit nichts mehr zu tun."
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