Weihe von Frater Johannes Bosco in Cham
Jetzt Diakon, bald Priester

Frater Johannes Bosco empfängt am Samstag in Cham die Diakonweihe: In der Sakristei der Klosterkirche Speinshart gibt es Diakongewänder in allen liturgischen Farben. Bild: stg
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Speinshart
30.11.2016
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Ein halbes Jahr bleibt Frater Johannes Bosco noch, dann empfängt er Anfang Juni 2017 in Speinshart die Priesterweihe: Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg steht schon am Samstag an: Die Diakonenweihe in Cham.

Aufregende Monate liegen vor Frater Johannes Bosco, und die vergangenen Wochen waren ebenfalls nicht ereignisarm: Im August hat er sein Theologie-Studium beendet, seit September besucht er den Pastoralkurs der Diözese Regensburg und ist gleichzeitig als Praktikant in der Pfarrei St. Josef Weiden tätig. Wenn ihm am Samstag Diözesanbischof Rudolf Voderholzer in der Pfarrkirche St. Jakob in Cham die Hand auflegt, wird der Frater mit fünf weiteren Männern zum Diakon geweiht. "Das ist die erste der drei Weihestufen in der katholischen Kirche", erklärt er mit Verweis auf die Priester- und die Bischofsweihe.

Diakon zu sein bedeutet, auch solche Aufgaben wahrzunehmen, die Johannes Bosco noch nicht "darf" - die Verkündung des Evangeliums, das Predigen, aber auch das Sprechen der "drei Gs" - "Geheimnis des Glaubens", "Gebt einander ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung" und "Gehet hin in Frieden". Vornehmen darf der Diakon auch Taufen und Beerdigungen sowie bei Trauungen assistieren.

Bis April 2017 arbeitet Johannes Bosco in Wieden. Es sei eine Arbeit, die ihn erfülle. "Das ist ein sehr, sehr gutes Miteinander", berichtet der Frater. Sein "Chef", der aus Immenreuth stammende Pfarrer Markus Schmid, lasse ihn viel ausprobieren und selbst machen. In Speinshart ist Johannes Bosco derzeit nur selten: "Montag ist mein freier Tag, den versuche ich hier zu verbringen." Sonst begleitet er in Weiden den Pfarrer, engagiert sich mit dem Kaplan in der Jugendarbeit, ist in zwei Schulen eingesetzt und bringt sich in die Schülergottesdienste ein. Seit einem Jahr ist der Frater zudem Präses des Jugendverbandes der Marianischen Congregation (MC) in Weiden.

Der Juni 2017 wird für den Prämonstratenser ein Meilenstein, denn am Pfingstmontag, 5. Juni, empfängt er in der Klosterkirche die Priesterweihe. "Die Planungen laufen", verrät der Frater, der dann zum Pater wird. Die Weihehandlung wird der Regensburger Weihbischof Josef Graf vornehmen, der bis zu seiner Weihe 2015 Spiritual des Priesterseminars Regensburg war. Die Klosterprimiz schließt sich am 11. Juni an, die Heimatprimiz in der Pfarrei St. Dionysius in Neunkirchen bei Weiden folgt am 18. Juni. Wie und wo er nach der Priesterweihe eingesetzt wird, steht noch nicht fest. "Natürlich wäre die Nähe des Klosters Speinshart schön. Aber ich bin offen." Bis die Frage geklärt wird, dauert es noch einige Monate. Frater Johannes Bosco Konzentration gehört jetzt sowieso der Diakonenweihe. "Klar bin ich nervös." Genauso groß sei aber die Vorfreude.

Erste Predigt am SamstagDefinitiv feststehen schon die Termine für seine ersten Predigten: "Premiere" ist am Samstag, 3. Dezember, um 17 Uhr in seiner Heimatpfarrei Neunkirchen, am Sonntag folgen dann die beiden Vormittags-Gottesdienste in Mantel und am Abend um 18 Uhr in St. Josef in Weiden. In Speinshart predigt der neue Diakon beim Patrozinium am Donnerstag, 8. Dezember, um 19 Uhr. (stg)
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