Bierdeckelkrimis im Felsmassiv

Gerald Reiter, Bürgermeister der Gemeinde Stadlern (stehend), freute sich über den großen Zuspruch und begrüßte zahlreiche Gäste aus der Region.
Lokales
Stadlern
17.06.2015
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Pilsner Kulturhauptstadt-Flair trug der Ostwind über die Grenze: im Felsen sitzende Autoren lasen aus ihren drei Bierdeckelkrimis bei Picknick und Blasmusik am Hochfels in Stadlern.

Eines der 100 schönsten Geotope Bayerns war traumhafte Kulisse für den Beitrag der Gemeinde Stadlern zum Dachprojekt Treffpunkte-Kulturorte 2015 im grenzüberschreitenden Begleitprogramm Pilsen, Kulturhauptstadt Europas 2015, koordiniert vom Centrum Bavaria Bohemia (CeBB).

Die in großer Zahl gekommenen Gäste, die drei Autoren, die Gemeinde Stadlern und das Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) waren begeistert von der Wahl des Ortes und der gelösten Stimmung, die sich schon bald nach dem Eintreffen der ersten Besucher breit machte.

Imposantes Bühnenbild

Als die Dämmerung in das Dunkel der Nacht überging, gaben die Felsspitzen ein imposantes Bühnenbild in blau, gelb, rot und grün. So eine Lichtinszenierung hat der Hochfels noch nicht erlebt. Fast alle hatten Picknickkörbe dabei, die Decken auf der Wiese rund um den Johannisfeuerplatz am Hochfels verwandelten sich in einen reich gedeckten Tisch mit großer kulinarischer Vielfalt.

Gerald Reiter, Bürgermeister der Gemeinde Stadlern, freute sich über den großen Zuspruch und begrüßte die Autoren der Bierdeckelkrimis Petra Nacke, Martin Droschke, Elmar Tannert, die Musikanten der Blaskapelle Stadlern, die Bürgermeisterkollegen aus dem Schönseer Land, das Bavaria Bohemia Team und die vielen Gäste aus der ganzen Region. Martin Droschke suchte sich als erster der Krimischriftsteller seinen Vortragsplatz auf einem kleinen Felsvorsprung. Als einer der Ideengeber für den Bierdeckelkrimi las er zuerst aus seinem jüngsten Werk, einen Reiseführer ins Bierland Pilsen zu Kleinbrauereien im Nachbarland.

Krimis und Blasmusik

Nach dieser Einstimmung in die wiedererstarkende böhmische Brautradition abseits des Pilsner Großkonzerns folgten die neun Episoden aus seinem Bierdeckelkrimi über den Pilsner Robin Hood, der den Reichen Bier nimmt und den Armen Bier gibt. Die Stadlerner Musikanten unterhielten mit bayerisch-böhmischen Klängen, bis die nächste Autorin, Petra Nacke, den Lesefelsen bestieg, Sie gab zuerst eine für den Bayerischen Rundfunk geschriebene Kurzgeschichte über das Fränkische Mantra "Bassd scho" zum Besten, die die ganze Runde zum Schmunzeln brachte. Ihr Bierdeckelkrimi "Museumsbesuch", dessen Handlung im Pilsner Puppentheater spielt, schaffte den Einstieg über Kaiser Karl IV. und setzte sich fort mit Spannung, Geheimnis und Magie.

Elmar Tannert, der dritte der Kurzkrimiautoren, wagte sich zur Lesung am höchsten hinauf. Auf einem Felszacken knapp unter vom Gipfel fand er einen erhabenen Leseplatz. Auch er hatte noch eine zweite Geschichte dabei und gab einen Blogbeitrag zum Besten, den er regelmäßig im Internetportal des CeBB auf www.bbkult.net unter dem Titel "Tschechisch lernen - Mission impossible?" veröffentlicht. Tannert's Krimi "Vermisst in Pilsen" dreht sich um das Thema "Liebe zum Bier". Alle drei Autoren bekamen viel Applaus für ihre Geschichten, aber auch für die Idee, mit einem Krimi auf neun Bierdeckeln für die Kulturhauptstadt Pilsen 2015 zu werben.

Hans Eibauer, Leiter des CeBB dankte zum Schluss der Gemeinde Stadlern, den Autoren, dem CeBB-Team, den Musikanten und den vielen Gästen für den gelungenen Abend, der mit wunderschönen Bildern vom in Farben getauchten Hochfels seinen Ausklang fand.
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