Dr. Peter Gauweiler bei Grenzöffnung dabei - Aus der Randlage ins Zentrum politischer Interessen
Prominenter Gast vor 25 Jahren

Dr. Peter Gauweiler (im Vordergrund links) machte bereits vor 25 Jahren Schlagzeilen. Am 8. Februar 1990 war er als bayerischer Innenstaatssekretär bei der ersten Grenzöffnung an der Grenzbrücke in Schwarzach dabei. Bild: gl
Lokales
Stadlern
11.04.2015
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Der Fall des Eisernen Vorhanges hat vor 25 Jahren die Grenzregion ins Zentrum der Landespolitik gerückt. Hoffnung keimte auf, der für die Region bedeutsame Grenzübergang könne geöffnet werden. Und plötzlich war die Gegend vielen prominenten Politikern ein Besuch wert. Am 8. Februar 1990 kam der damalige Staatssekretär im Innenministerium (1986 bis 1990), Dr. Peter Gauweiler. Der spätere bayerische Staatsminister für Landesentwicklung und Umweltfragen (1990 bis 1994) wollte sich über die aktuelle Lage im Grenzland informieren.

Damit verbunden war auch die erste Öffnung des Schlagbaumes für die vielen Besucher der damaligen Kundgebung. Vorausgegangen war am 3. Januar 1990 eine Grenzbesichtigung mit Polizeipräsident Gerhard Hoppe und Oberfinanzpräsident Dr. Günther Weihrauch. Hinzu kam die Gründung des Arbeitskreises "Hände reichen - Grenzen streichen" unter Leitung von Dr. Ludolf von Beckedorff.

Bereits 1990 gab es eine Reihe von Begegnungen. Politiker gaben sich ein Stelldichein und am 5. März 1990 wurde im Grenzwirtshaus Gerstmeier in Friedrichshäng der erste deutsch-tschechische Stammtisch der Kommunalpolitiker aus dem Schönseer Land und den angrenzenden Gemeinden jenseits der Grenze gegründet. Weitere Zusammenkünfte diesseits und jenseits der Grenze folgten, dazu Begegnungen zwischen Schulen und Vereinen, und beim Kirchenjubiläum in Dietersdorf am 1. Mai 1990 waren bereits 50 Gäste aus Tschechien anwesend. Die Kontakte führten letztlich zur Partnerschaft zwischen den Kommunen des Schönseer Landes und der Stadt Pobežovice (Ronsperg) mit der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde am 15. Mai 1998 im Hotel "Hubertus". Vieles ist in dem verflossenen Vierteljahrhundert zur Selbstverständlichkeit und Geschichte geworden.
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