Im Pflegefall unverzichtbar

Vorsitzende Petra Wurm (stehend) zog bei der Jahresversammlung des Krankenpflegevereins Bilanz zusammen mit Claudia Reiter von der Caritas-Kreisgeschäftsstelle, Schriftführerin Rita Holler, Stadtpfarrer Wolfgang Dietz sowie Kassier und Altbürgermeister Günther Holler (von links). Bild: gl
Lokales
Stadlern
27.05.2015
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Der Krankenpflegeverein Stadlern der Caritas-Sozialstationen mit seinen aktuell 163 Mitgliedern hat wichtige Leistungen für pflegebedürftige Bürger erbracht. Ein weiteres Thema der Jahreshauptversammlung war der verantwortungsvolle Umgang mit Lebensmitteln.

Die Bedeutung des Krankenpflegevereins wurde bei der Jahresversammlung im Sportheim erneut deutlich. Voraus ging ein Gedenkgottesdienst für den Förderer Wenzel Hüttl in der Wallfahrtskirche. Vorsitzende Petra Wurm leitete nach der Begrüßung von Stadtpfarrer Wolfgang Dietz, Altbürgermeiser Günther Holler und Claudia Reiter von der Caritas-Geschäftsstelle mit einem Totengedenken für die Mitglieder Siegfried Roiger und Frieda Schneider zum Protokollvortrag durch Rita Holler über.

Solide Finanzen

Günther Holler informierte über solide Finanzen, Den 2 846 Euro Einnahmen stehen 2 475 Euro (85 Prozent) als Abführung an die Sozialstation gegenüberstanden. Zwei Todesfällen steht ein Beitritt gegenüber. Nach dem Fachvortag informierte Claudia Reiter von der Geschäftsstelle über die Leistungen und Aktivitäten im Bereich des Krankenpflegevereins. Im Jahre 2014 wurden bei 19 Patienten (Vorjahr ebenfalls 19) bei 3 190 (2 896) Hausbesuchen Leistungen von 2 409,70 (2 273,67) Euro erbracht.

Dazu kamen sechs Pflegeeinsätze und 91 Portionen Essen auf Rädern. Es gab zwei Nutzer für den Hausnotruf, zwei Personen waren in der Verhinderungspflege und sechs im Betreuten Wohnen Daheim (BWD) bei sechs Mitgliedern. Im gesamten ehrenamtlichen CSS-Hospizdienst gab es 21 Nutzer mit 507 Stunden und durchschnittlich neun Teilnehmer an 45 Nachmittags-Betreuungsgruppen.

Bei ihrem Vortrag zum Thema: "Köstlich und kostbar - Lebensmittel verantwortungsvoll" stellte Ökotrophologin Johanna Baumann besonders die Verantwortung in den Vordergrund. Das früher verwendete Zitat "Der große Wert der kleinen Krümel" habe keine Bedeutung mehr. Zu viele sorgfältig produzierte Lebensmittel werden nicht verzehrt, sondern weggeworfen und belasten zugleich die Umwelt. Bis zu einem Drittel (bei Obst) werden weggeworfen und in Bayern landen etwa 65 Kilo in der Tonne. Andererseits sind weltweit etwa 950 Millionen Menschen unterernährt. Der verantwortungsvolle Umgang beginne mit der richtigen Planung beim Einkaufen.

Richtige Planung

Dabei sei es wichtig, zu überlegen und sich nicht vom Angebot beeinflussen lassen und vor allem nicht hungrig zum Einkaufen zu gehen. Die sachgemäße Aufbewahrung und Lagerung kann den Verderb verhindern. Die Mengenplanung beim Kochen ist ebenfalls wichtig; darüber hinaus sollte über die weitere Verwendung von Essensresten nachgedacht werden. Dazu komme noch die Beachtung und Unterscheidung von Haltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum bedeute keine Ungenießbarkeit; die eigenen Sinne müssten entscheiden. Die Haltbarkeit ist aber bei verderblichen Lebensmitteln zu beachten. Den vielen praktischen Hinweisen zum verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln, die auch mit Einsparungen verbunden sein können, folgte noch eine angeregte Diskussion.
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