Keine Sicherheitsprobleme

Fachkundige Gäste begrüßte Bürgermeister Gerald Reiter (Mitte) mit Landrat Thomas Ebeling (links) und dem Oberviechtacher Polizeichef Hans Kiesl bei der Diskussionsrunde über Sicherheit im Stadlerner Feuerwehrhaus. Bild: gl
Lokales
Stadlern
27.11.2014
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Mit Polizeichef Hans Kiesl von der Polizeiinspektion Oberviechtach und Landrat Thomas Ebeling gab es kompetente Gesprächspartner: Im Feuerwehrhaus wurde mit Blick aktuelle Einbrüche über das Thema "Sicherheit" diskutiert.

Bürgermeister Gerald Reiter wertete den guten Besuch der Veranstaltung als Reaktion auf aktuelle Einbruchdiebstähle. Er freute sich, dass sich Inspektionsleiter Hans Kiesl und Landrat Thomas Ebeling zur Verfügung stellten und auch die Bürgermeisterkollegen Birgit Höcherl und Manfred Dirscherl sowie Altbürgermeister Günther Holler, Gemeinderäte und Vereinsvertreter gekommen waren.

Etwas beunruhigt

Erster Polizeihauptkommissar Hans Kiesl informierte, dass es in den zurückliegenden Jahren trotz der legendären Grenznähe keine besonderen Sicherheitsprobleme gab. Die Bevölkerung sei aber wegen der aktuellen Einbruchdiebstählen beunruhigt. Dazu zählten auch Sportheimeinbrüche und 63 Wohnungseinbrüche auf Landkreisebene, die teilweise aufgeklärt wurden, wobei die Herkunft der Täter sich nicht konzentriere. Gegen Einbrüche gebe es allerdings keine Allheilmittel; die Polizei sei aber immer präsent, wenn sie gerufen wird.

Auch nichtuniformierte Kräfte und zwei Einsatzzüge in Amberg stünden bereit. Wichtig sei die funktionierende Zusammenarbeit auch über die Grenze hinweg mit den tschechischen Kollegen und Organisationen. Daneben müsse jeder selbst einen Beitrag leisten, insbesondere durch eine entsprechende Sicherung von außen und innen, wodurch Einbrüche zumindest erschwert würden. Optische und akustische Absicherungen gehören dazu. Aber auch die bildliche Dokumentation von Wertgegenständen könne zur Zuordnung von Diebesgut beitragen.

Im Schadensfall sollte nichts berührt werden, der Vorfall aber ohne Scheu umgehend gemeldet werden. Bürgermeister Gerald Reiter stellte fest, dass viele Diebstähle und Einbrüche wegen befürchteter Umständen nicht gemeldet würden. Er selbst stehe als Ansprechpartner zur Verfügung. Er und der Polizeichef empfahlen, auch Auffälligkeiten und verdächtige Personen zu melden. Dadurch könnten Vorkehrungen und Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden.

Aus beruflicher Erfahrung merkte Landrat Thomas Ebeling an, dass Täter weniger die spätere Strafe aber das "erwischt werden" fürchten. In der Diskussion wurden auch der Selbstschutz und sich die daraus möglichen Schadenersatzforderungen angesprochen. Maßgeblich sei der Einzelfall und der unmittelbare Zusammenhang.

Erörtert wurde auch die frühere Präsenz von Sicherheitskräften entlang der geschlossenen Grenze. Die Umstände, so Hans Kiesl, hätten sich verändert und die Bevölkerung sei etwas verwöhnt und nun aufgeschreckt. Doch werde intern auf Schwerpunkte reagiert. Besonders gefährdete Objekte seien nicht zu erkennen; freistehende Gebäude aber oft lohnende Objekte.

Individuelle Beratung

Abschließend wurde eine individuelle Beratung gegen Einbrüche durch Fachkräfte der Polizei empfohlen, die nach entsprechenden Anmeldungen auch gebündelt werden könnten. Aufmerksamkeit und Fortsetzung der guten Zusammenarbeit mit der Polizei sei eine Grundvoraussetzung. Unter diesem Aspekt bedankte sich Bürgermeister Reiter bei den Gästen und Diskussionsteilnehmern.
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