Oldtimerschau stößt auf großes Interesse - "Lanz-Bulldog" mit zehn Litern Hubraum und 45 PS
Vom NSU-Quickly bis zum Dieselross

Auf der heuer erneut veranstalteten Oldtimershow wurden viele der früheren fahrbaren Untersätze und Arbeitsmaschinen vorgestellt. Der Lanz-Bulldog (im Hintergrund) erregte optisch und akustisch Aufmerksamkeit. Bild: gl
Lokales
Stadlern
23.06.2015
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Die erneute Oldtimerschau, zu der am Sonntagvormittag die Gemeinde und der Verein Dorfjugend Stadlern eingeladen hatten, wurde zu einem Erfolg. Das freute besonders Bürgermeister Gerald Reiter, wie er bei einer Begrüßung der Oldtimerfreunde und Interessenten zugab. Mit ihm waren es an die 30 Aussteller die teilweise, auch aus dem Umland, mit mehreren Exponaten unter den Bäumen am Kalvarienberg vertreten waren.

Die Palette reichte vom Kinderfahrrad über das NSU-Quickly als Einstiegsmodell, ein "Hercules-Moped" (Baujahr 1952) und den NSU-Fox bis zur BMW R25 mit 15 PS, einer R35 und der DKW 250 mit 18 PS - alles einst begehrte Zweiräder. Auch eine BMW-Limousine 250, Baujahr 1969, mit 150 PS kam dazu.

Besonders stark vertreten waren die Ackerschlepper, wobei der 1953 hergestellte "Lanz-Bulldog" von Hans Decker mit seinen zehn Litern Hubraum und 45 PS nicht nur optisch, sondern auch mit seinem tiefen Blubbern ein besonderes Objekt war.

Die Marke Fendt war mit seinem legendären F 12, Baujahr 1955, sowie seinen Modellen Dieselross, Fix und Farmer stark vertreten; ebenso zahlreiche Eicher ab Baujahr 1955 und ab 16 PS. Dazu kamen teilweise fast vergessene Schleppermarken, wie Güldner, MAN, Deutz, Holder und Hatz. Sie wurden meist bestens gepflegt, aber auch mit erheblichen Gebrauchsspuren präsentiert. Dazu kam auch ein alter Benzin-Antriebsmotor aus dem Jahr 1918 mit vier PS, eine Bündelpresse, ein Feuerwehranhänger mit Spritze und sogar die frühere Drehleiter der Feuerwehr Schönsee, die der neue Kreisbrandmeister Christian Weinfurtner sein eigen nennt.

Die Aussteller und vor allem die Zuschauer wurden von Mitgliedern der Dorfjugend unter Stephan Reiminger bestens betreut und versorgt. Die Nachwuchsorganisation sorgte am Nachmittag noch mit einem Pferde-Zugleistungswettbewerb, bei dem Johannes Wurm als Organisator fungierte, für Aufsehen und Unterhaltung (Bericht folgt).
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