Reichenstein rückt in den Fokus

Als Möglichkeit und Chance erläuterte Regionalmanager Manuel Lischka den Gemeinderäten das EFRE-Förderprogramm. Bild: gl
Lokales
Stadlern
04.10.2014
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Auch die Gemeinde Stadlern will sich ein Stück vom EFRE-Förderkuchen holen. Ein mögliches Projekt ist die Reaktivierung des Skizentrums Reichenstein.

Die Grenzgemeinde beteiligt sich mit Blick auf die Reaktivierung des Skizentrums Reichenstein am Entwicklungskonzept der LAG Brückenland Bayern-Böhmen für das EFRE-Förderprogamm. Bei der Gemeinderatssitzung wurden dazu die Ansiedlung eines Betriebs im ausgewiesenen Gewerbegebiet begrüßt, Ausstattung für die Feuerwehr genehmigt und neue Feldgeschworene bestimmt.

Im Aufenthaltsraum des Feuerwehrhauses hieß Bürgermeister Gerald Reiter neben einem vollzähligen Gremium Geschäftsleiter Josef Spachtholz und besonders Regionalmanager Manuel Lischka von der LAG Brückenland Bayern-Böhmen willkommen. Dieser erläuterte die Möglichkeit, beim EFRE-Förderprogramm berücksichtigt zu werden. Er nannte als Voraussetzung ein Entwicklungskonzept, für das die LAG das Planungsbüro u.m.s. in Leipzig vorgesehen hat. In den Handlungsfeldern Kultur und Naturerbe, Revitalisierung von Leerständen und Brachflächen sowie Grün- und Erholungsflächen könnten Maßnahmen eine Förderung zwischen 70 und 80 Prozent erhalten.

Für die Gemeinde Stadlern biete sich als Objekt die Reaktivierung des Skizentrums Reichenstein als Erholungszentrum an. Voraussetzung sei eine Beteiligung mit den zwölf LAG-Gemeinden am Entwicklungskonzept, wobei Stadlern 423 Euro beisteuern müsste. Nachdem Regionalmanager Manuel Lischka dem Objekt mit grenzüberschreitender Funktion gute Bewilligungschancen einräumte und Bürgermeister Gerald Reiter darin ein gute Gelegenheit sah, wurde nach kurzer Diskussion einer Beteiligung zugestimmt, allerdings die verbleibende, sicher beträchtliche finanzielle Beteiligung der Gemeinde hinterfragt.

Für Holzbearbeitung

Mit zustimmendem Interesse nahmen die Gemeinderäte das Vorhaben von Wolfgang Klein zur Kenntnis, im Jahre 2015 auf dem ausgewiesenen Gewerbegebiet Stadlern-Süd eine Halle von etwa 22x36 Metern für Fahrzeuge, Werkstätte sowie Holzbearbeitung und Lagerung im Umfeld zu errichten. Es folgten Beratungen im nichtöffentlichen Teil der Sitzung.

Keine Probleme ergaben sich beim Antrag der Feuerwehr zur Einrichtung eines Telefonanschlusses sowie zur Anschaffung eines Faxgerätes im Feuerwehrhaus. Die monatlichen Kosten des Telefonanschlusses betragen 17,95 Euro und das angebotene Multifunktionsgerät kostet 179 Euro. Nachdem der derzeitige Feldgeschworene Adalbert Kleber diese Tätigkeit aus Altersgründen aufgeben will, wurden mit Karl Weidner, Egon Roiger, Johannes Wurm und Sabine Markgraf künftige Feldgeschworene benannt. Die Vereidigung wird der Bürgermeister vornehmen, der den bisherigen Amtsinhabern für den Einsatz dankte.

Reine Formsache war anschließend die Beteiligung an der Finanzierung von Instandhaltungskosten am Kindergarten Schönsee. Die Gesamtkosten von etwa 69000 Euro werden nach Einwohnerzahlen auf die Stadt Schönsee mit 55200 Euro und die Gemeinden Weiding mit 7700 Euro und Stadlern mit 8127 Euro verteilt; 20 Prozent trägt die Kirchenstiftung Schönsee als Träger. Die Aufwendung wurde als sinnvoll und als Verpflichtung dargestellt wie auch der pauschale Anteil von 10 000 Euro für die neue Kinderkrippe.

Unter Informationen wurde die Weiterleitung eines Bauantrages zur Errichtung eines Wohnhauses mit Garage erwähn, wie auch die bevorstehende restliche Asphaltierung der vorgesehenen Gemeindestraßen. Zusammen mit Förster Michael Forster und Forstwirtschaftsmeister Herbert Ried wurden die im Gemeindebereich befindlichen Bäume besichtigt und erforderliche Maßnahmen festgelegt. Es folgten noch Hinweise zur Breitbanderschließung und Testphase im Digitalfunk. Bei der Einweihungsfeier der Badeweiheranlage wurde ein Überschuss von 1912,38 Euro erzielt. Über den Verwendungszweck wird noch beraten und entschieden.

Patenschaftsfeier

Zur Patenschaftsfeier am Samstag, 25. Oktober, um 18 Uhr in Schwandorf lädt die Kreisstadt ein. Dazu wird ein Bus eingesetzt. Zur verschiedentlich vorgebrachten Beschwerde, dass im neuen Schuljahr der Schulbus nicht mehr zur Grundschule in Schönsee, sondern nur bis zum Rathaus fährt und der Forderung nach einer Begleitperson hatte Bürgermeister Gerald Reiter eindeutige Informationen. Nach dem Gesetz sei ein Schulweg von zwei Kilometern zumutbar und auch für die örtlichen Schüler keine Begleitperson vorgesehen.
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