Silberstreif fürs Skizentrum

Lokales
Stadlern
23.03.2015
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In Stadlern wird gespannt darauf gewartet, dass sich nach Ostern der EU-Fördertopf für regionale Entwicklung öffnet. Geht alles glatt, könnte ein einstiges Wintersport-Mekka der Region nach Jahren wieder aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden.

Zahlreiche Zuhörer hatten sich im Feuerwehrhaus versammelt, als Bürgermeister Gerald Reiter die Gemeinderatssitzung eröffnete. Nachdem die Bekanntgabe der Jahresrechnung 2014 als weiterer Punkt auf die Tagesordnung gesetzt worden war, rückte ein Zuschussantrag der Katholischen Kirchenstiftung für die Außenrenovierung der Wallfahrtskirche ins Blickfeld. Wie Kirchenpfleger Alois Hanauer und Reinhard Wurm erläuterten, werde für das Vorhaben mit Erneuerung des Glockenstuhls und Absicherung der Stützmauer mit Kosten von 430 000 Euro gerechnet. Das Bistum Regensburg habe einen 40-prozentigen Zuschuss in Aussicht gestellt. Zusätzlich sei eine Innenrenovierung in den nächsten Jahren vorgesehen. Das Gremium war mit dem Vorschlag des Bürgermeisters einverstanden, sich wegen des Zuschussantrags mit dem Kämmerer abzusprechen. Bis zur nächsten Sitzung der Kirchenverwaltung Anfang April soll ein Ergebnis vorgelegt werden.

Grünes Licht für Schlepper

Nachträglich genehmigte die Versammlung den Ankauf eines gebrauchten Schleppers mit Allradantrieb, Frontlader und Salzstreuer für 20 500 Euro. Mit zusätzlichen Geräten eigne er sich unter anderem besonders zum Schneeräumen. Das Gremium segnete den Kauf als überfällige Investition ab. Der Neuwert eines solchen Fahrzeugs wurde mit 34 000 Euro angegeben. Gebilligt wurde eine weitere Kostenbeteiligung mit 1003 Euro bei der neugestalteten Lokalen Aktionsgruppe (LAG) mit zwölf Mitgliedsgemeinden. Dies nutzte Bürgermeister Reiter, um über den Stand beim Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zu informieren. Von den 36 Projekten, die von den zwölf LAG-Kommunen eingereicht wurden, kamen sechs in die nähere Auswahl - darunter als größtes Objekt, mit einem Volumen von 3,6 Millionen Euro, die Reaktivierung des Skizentrums Reichenstein. Weitere Entscheidungen würden nach Ostern erwartet, "es wird spannend" merkte der Bürgermeister an. Bei einer endgültigen Förderzusage werde die Bevölkerung in einer Bürgerversammlung informiert.

Ein weiteres Stadlerner Wahrzeichen ist bereits Thema einer Bürgerversammlung am 22. April, dann geht es um die Renovierung der Burgruine Reichenstein. Weiterhin informierte Reiter, dass im Kulturhauptstadtjahr "Pilsen 2015" am 20. Mai eine Autorenlesung am Hochfelsmassiv stattfindet. Auch eine Veranstaltung "25 Jahre Grenzöffnung" wäre denkbar.

Weiter ohne rote Zahlen

Ein Lichtblick waren die Zahlen der Jahresrechnung 2014: Nach wie vor (seit 2010) ist die Gemeinde schuldenfrei und verfügt außerdem über stattliche Rücklagen. Der Verwaltungshaushalt schloss in Einnahmen und Ausgaben mit 990 692 Euro, als Zuführung an den Vermögenshaushalt konnten 216 108,41 Euro erwirtschaftet werden. Der Vermögenshaushalt schließt mit 444 148,68 Euro ab; der Sollüberschuss von 112 517,96 Euro wird den Rücklagen zugeführt. Diese Reserven der Gemeinde betrugen am 31. Dezember des Vorjahres 633 730,58 Euro. Die Belegprüfung durch den Gemeinderat findet am Donnerstag, 9. April, bei Kämmerer Josef Maier im Schönseer Rathaus statt.
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