Starke Basis für gute Aussicht

An der Spitze des Fördervereins für den Aussichtsturm steht Gerald Reiter (vorne Mitte), flankiert von Schriftführer Franz Liebl (links) und Schatzmeister Hermann Markgraf. Das Vorstandsteam komplettieren (im Hintergrund von links) stellvertretender Schatzmeister Ludwig Höcherl, Turmwart Hans Seitz und die Kassenprüfer Michael Knott und Rudolf Lohwasser (nicht im Bild stellvertretender Vorsitzender Michael Koller). Bild: gl
Lokales
Stadlern
20.08.2015
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Er bietet die beste Aussicht im ganzen Landkreis, aber er will auch gepflegt sein: der Böhmerwald-Aussichtsturm. Dafür hat das Bauwerk einen ganzen Verein hinter sich.

Der rund 30 Meter hohe Böhmerwald-Aussichtsturm auf dem Weingartenfels im Schönseer Land bietet viel Platz mit seiner 50 Quadratmeter großen Aussichtskanzel. Erreichbar ist sie über 142 Stufen. Der Turm ist nach wie vor ein beliebtes Ausflugsziel. Dies wurde bei der Jahresversammlung des Fördervereins mit seinen derzeit 75 Mitgliedern im Sportheim deutlich.

Der Böhmerwald-Aussichsturm befindet sich auf fast 900 Metern Höhe und damit auf der höchsten Erhebung im Schönseer Land. Ein faszinierender Ausblick in die bayerische und böhmische Landschaft ist da bei gutem Wetter garantiert. Zur Jahresversammlung waren einige Fördermitglieder von weither angereist, die längste Strecke hatten Walter Gimpel (Bad Mergentheim) und Josef Drachsler (Weinheim) zurückgelegt.

In seinem Jahresrückblick berichtete der Vorsitzende Gerald Reiter über eine steigende Besucherzahl. Aus den Eintragungen im Turmbuch sei ersichtlich, dass viele Besucher aus dem Nachbarland kommen. Lob gab es für Turmwart Hans Seitz und die Gemeindearbeiter für die Pflege und die unkomplizierte Hilfe. Reiter verwies auf die Unterstützung durch die Firma Münchener Medizin Mechanik (MMM) sowie einheimische Handwerksbetriebe.

Pflege in Höhenluft

Auch Konrad Paa von der Bergwacht dankte er für die laufende Pflege der Wetterfahne auf dem Turm. "Dies auf dem höchsten Standort im Landkreis mit über 900 Höhenmetern" fügte er hinzu. Nicht unerwähnt blieben Herrmann Markgraf, der eine Bilddokumentationen im Turm erstellt hat, und der OWV-Zweigverein.

Reiter berichtete auch über die Vorstellung der neuen Wanderkarte auf dem MMM-Parkplatz mit anschließender Wanderung. Die 25 Teilnehmer waren demnach vom Böhmerwaldturm als "schönstem Ort im Landkreis" neben Stadlern begeistert, so der Bürgermeister stolz.

In einem Ausblick verwies der Vorsitzende auf die Notwendigkeit die Einrichtungen, Kartenwerke und die Sprechanlage in der Turmkanzel auf den neuesten Stand zu bringen. Mehrsprachige Informationen, neben Deutsch auch Tschechisch und Englisch, gehörten dazu. Eine Verbesserung des Bekanntheitsgrades durch Veranstaltungen, beispielsweise ein Turmfest und , eventuell mit der Bergwacht, sei angedacht.

Mitglied Josef Drachsler schlug vor, auf Gastronomiebetriebe hinzuweisen und markante geschichtliche Orte zu kennzeichnen, beispielsweise die Sautreibergasse (früher Böhmische Straße). Angeregt wurde außerdem, an den Wanderwegen, die Franz Kalz für den OWV markiert, noch einmal speziell auf den Aussichtsturm hinzuweisen. Auch eine Begehung wurde in Betracht gezogen, und der Verein will besonders die Wünsche der Gegend nicht vertrauten Personen berücksichtigen. Der Turm sei bei den Einheimischen zu einer Selbstverständlichkeit geworden, weshalb er verstärkt ins rechte Licht gesetzt werden müsse. Dies bezog sich auch auf den Hinweis von Ludwig Höcherl auf die Altersstruktur der Mitglieder.

Werbung wichtig

Damit der Förderverein den Turm überleben kann, ist eine Mitgliederwerbung, besonders in der Region wichtig, so der Tenor. Eine finanzielle Hürde bei einem Jahresbeitrag von sechs Euro gebe es nicht, aber eine gewisse Verpflichtung für die Heimatfreunde.

Bei den Neuwahlen, die den Vorsitzenden im Amt bestätigten, hatte sich lediglich Schatzmeister Ludwig Höcherl nach 20 Jahren nicht mehr zur Wahl gestellt (siehe Info-Kasten).
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