Verfahren zur Sanierung festgelegt - Bürger werden bei Versammlung informiert
An Burgruine Hand anlegen

Der Reichensteinturm (hier bei seiner erstmals erwähnten Renovierung im Jahre 1926) ist derzeit noch in besserer Verfassung. Aber eine erneute Instandsetzung des Stadlerner Wahrzeichens ist absehbar. Repro: gl
Lokales
Stadlern
26.03.2015
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Für die Sanierung der Burgruine Reichenstein sind die nächsten Schritte getan. Für den ersten Bauabschnitt wird mit Kosten von 190 000 Euro gerechnet. Der Erhalt des Wahrzeichens soll auch ein Bürger-Anliegen werden.

Wie Bürgermeister Gerald Reiter bei der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte, wurde nach einer Besichtigung im Mai 2014 ein Gutachten erarbeitet. Die Verfahrensweise ist inzwischen sowohl mit dem Grundbesitzer, der Gräflich Du Moulin'schen Forstverwaltung, als auch mit dem Landesamt für Denkmalpflege festgelegt. Im ersten Bauabschnitt sind die Schaffung einer Zufahrt und der Aufbau eines Gerüstes vorgesehen, dafür sind 190 000 Euro veranschlagt.

Weil bei den weiteren Maßnahmen und Arbeiten auch die Bevölkerung eingebunden werden soll, sind die Bürger am Mittwoch, 22. April, um 19 Uhr zu einer Informationsversammlung im Aufenthaltsraum des Feuerwehrhauses eingeladen. Es sei erfreulich, stellte der Bürgermeister heraus, dass auch die Grundbesitzerin hinter dem Projekt stehe.

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass ein "Reycherstein zu dem Stattlein zu Schonse" bereits in der ersten Urkunde über die Herrschaft Reichenstein-Schönsee aus dem Jahre 1333 erwähnt ist. Die Burganlage gelangte 1431 in die Hand der Hussiten, wurde 1432 von Pfalzgraf Johann von Neunburg zurückerobert und war anschließend offenbar dem Verfall preisgegeben. Lediglich der Turm überdauerte und ist in einem Verzeichnis der Kunstdenkmäler von 1905 bildlich als Ruine festgehalten.

Im Jahre 1926 setzte sich ein örtlicher Gemütlichkeitsverein für eine Renovierung ein. 1963 erfolgte eine erneute Instandsetzung, nachdem ein Teil der Ruine nach Kriegsende gesprengt worden war. Seit vielen Jahren laufen die Bemühungen, den weiteren Verfall des für den Zugang gesperrten Objektes abzuwenden. Auch ein Förderverein wurde dazu gegründet.
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