Wegbegleiter im Papierformat

Lokales
Stadlern
16.05.2015
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Wanderkarten sind Wegweiser für Wander- und Naturfreunde. Die neue Ausgabe über das "Brückenland Bayern-Böhmen" bietet aber noch mehr.

70 000 Exemplare umfasst die zweite Auflage der "Wanderkarte Brückenland Bayern-Böhmen". Als LAG-Geschäftsführer Manuel Lischka diese jetzt in Stadlern vorstellte, waren Bürgermeister aus den Reihen der Lokalen Arbeitsgemeinschaft, Mitarbeiter des Tourismuszentrums Oberpfälzer Wald sowie auch Wanderer in die östlichste Gemeinde des Landkreises Schwandorf gekommen.

Manuel Lischka erinnerte an die erste Ausgabe der Karte, die ab 2012 ausgegeben wurde. Die Erstellungskosten der Neuauflage von 14 000 Euro für die LAG-angehörigen Kommunen werden mit 50 Prozent vom Naturpark und zu 20 Prozent vom Naturparkverein gefördert. Für die Vorbereitung zu dieser Vorstellungsrunde dankte Lischka Alexandra Beier vom Tourismuszentrum Oberpfälzer Wald in Nabburg sowie den Bauhofmitarbeitern aus Schönsee und Stadlern.

"Schönste Wanderwege"

Bürgermeister Gerald Reiter freute sich, dass die Vorstellung der neuen Wanderkarte in Stadlern stattfindet. Mit einem Augenzwinkern bemerkte er, dass man in diesem Bereich die wohl schönsten Wanderwege vorfinde. Michael Koller bot Manuel Lischka die Möglichkeit an, die Wanderkarten in den Niederlassungen der Münchener Medizin Mechanik für Interessierte bereitzuhalten.

Mit Wanderführer Franz Kalz und Sepp Grosser, der sich mit um die Wegemarkierung kümmert, machte sich die Gruppe auf den Weg. Vorbei am Hochfelsmassiv, dessen Gelände seit 2009 zu Bayerns 100 schönsten Geotopen zählt, gings hinauf zur Burgruine Reichenstein. 170 Höhenmeter ab dem Ausgangspunkt waren bis zu diesem geschichtsträchtigen Punkt überwunden. Einen herrliche Aussicht bot sich den Wanderern unterwegs über das waldreiche Gebiet des Oberpfälzer Waldes und des Böhmerwaldes.

Beim Böhmerwaldaussichtsturm trafen die Teilnehmer auf eine Gruppe aus Tschechien, die mit dem Fahrrad im Grenzgebiet unterwegs waren. Eine Überraschung hatten die Organisatoren für die Teilnehmer in Bügellohe parat. In einer gespielten Szene verdeutlichte Maria Hammerer der Wandergruppe das karge Leben in diesem Gebiet nach der Vertreibung 1945 Schönsees Bürgermeisterin Birgit Höcherl erwähnte, dass eine frühere Bewohnerin aus Wenzelsdorf und später von Bügellohe ihre Lebensgeschichte erzählte hatte und daraus eine Szene erarbeitet wurde.

Karte ab sofort erhältlich

Aus den Reihen der Pascherwirte hatte Vroni Leibl vom "Holzschnitzer" aus Gaisthal für eine Brotzeit gesorgt. Gestärkt und mit viel neu gewonnenen Eindrücken über dieses Grenzgebiet gings auf den Rückweg. Einen Dank gab es von Manuel Lischka für die Begleiter der Bergwacht, die sogar zweimal bei kleineren Blessuren an diesem Nachmittag zum Einsatz kamen. Erhältlich ist die neue Wanderkarte im Tourist-Informationszentrum in Nabburg und bei den Verkehrsämtern der Gemeinden.
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