Wildschäden überschaubar

Jagdvorsteher Hans Wild, im Vorjahr als Nachfolger seines 2013 verstorbenen gleichnamigen Vaters gewählt, informierte zu aktuellen Themen. Bild: gl
Lokales
Stadlern
25.02.2015
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Bei der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft wurde das Einvernehmen zwischen Grundbesitzern und den Jagdpächtern erneut deutlich. Dass sich kein Grundbesitzer den Jagdpacht zugunsten eventueller Wegeinstandsetzungen auszahlen ließ, spricht ebenfalls dafür.

Positiv ist auch, dass sich die Jagdpächter und Jäger für die Erhaltung des Artenschutzes für das Wild einsetzen. Jagdvorsteher Hans Wild, der vor einem Jahr neu gewählt wurde und damit auch die Nachfolge seines 2013 verstorbenen gleichnamigen Vaters antrat, begrüßte besonders die Jagdpächter Klothilde und Michael Koller, Bürgermeister Gerald Reiter und Altbürgermeister Günther Holler. Mit Mathias Müller wurde ein zusätzlicher Jungjäger vorgestellt.

Schon beim Protokollvortrag durch Schriftführer Georg Merdan wurde der reibungslose Übergang in der Führungsmannschaft und von Michael Koller als Mitpächter deutlich. In seinem Tätigkeitsbericht erwähnte der Jagdvorsteher die Beteiligung an der Hegeschau in Schönsee mit einem interessantem Vortrag über Schwarzwildschäden, aber auch die Prävention durch Wildäcker. Es wurde kleinere Wegereparaturen vorgenommen und die Grundbesitzer zu einem Wildessen in die MMM-Kantine eingeladen. Zu Vorstandssitzungen kam die Aktualisierung des Jagdkatasters mit Übernahme der Kosten durch die Pächter.

Kein Pacht abgeholt

Es wurde kein Wildschaden angemeldet und wieder kein Jagdpacht abgeholt. Für die Pächter dankte Michael Koller für die Zusammenarbeit. Obwohl sich das Schwarzwildproblem in Grenzen gehalten hat, bat er weiterhin um Unterstützung bei der Wildschadenverhinderung. Aber auch darum, die Ruhe im Wald nicht zu stören, damit die Jägerschaft ihre Aufgaben erfüllen kann. Anfütterungen (Kirrungen) würden nur wenn unbedingt erforderlich vorgenommen; für die Möglichkeit, dafür Grundstücke zu nutzen, sei man dankbar.

Wie Alfred Baier von der Jägerschaft informierte, verlaufe der Abschuss von Rehwild wie vorgegeben. Trotz geringerem Auftreten konnten zehn Wildschweine erlegt werden. Auch beim Rotwild (Hirschen) konnte die Strecke (Abschuss) gesteigert werden. Der Bestand an Raubwild sei normal. Die Aufgaben zur Schadensverhinderung durch die derzeit sieben Jagdberechtigten werden oft durch Transporte von Biogasmaterial zur Nachtzeit erschwert.

Bürgermeister Gerald Reiter äußere sich erfreut über die Zusammenarbeit in der Jagdgenossenschaft, auch über die Ausbesserung von Wegen einschließlich des Freischneidens; die Gemeinde werde sich wie bisher nach Möglichkeit und auch als Ansprechpartner einbringen. In der anschließenden Diskussion ging es, wie in den Vorjahren, besonders um den Zustand er ehemaligen Straße nach Schwarzach. Vordringlich sei die Ableitung vom Wasser, ansonsten seien Einzelmaßnahmen nicht förderlich und eine umfassende Maßnahme mit Mitteln der Jagdgenossenschaft ohne Beteiligung der Anlieger finanziell nicht zu meistern. Schließlich wurde beschlossen, mit den vorhandenen Finanzen wie bisher kleinere Maßnahmen vorzunehmen.

Appell zur Ruhe

Der Jagdvorsteher dankte abschließend für die Unterstützung durch Bürgermeister und die Gemeinde, insbesondere für die jeweils 50-prozentige finanzielle Beteiligung an Weginstandsetzungen und die Zusage zu weiterer Unterstützung. Während von den Jägern den Wanderern, auch im Interesse des heimischen Wildes empfohlen wurde, auf den Wanderwegen zu bleiben, wurden abschließend alle Grundbesitzer von den Jagdpächtern und der Jagdgenossenschaft für Donnerstag, 30. April, zu einem Wildessen in den MMM-Kantinensaal eingeladen.
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