Zum Altbürgermeister ernannt

Bürgermeister Gerald Reiter (mit Amtskette) überreichte an seinen Vorgänger Günther Holler die Ernennungsurkunde zum Altbürgermeister der Gemeinde Stadlern. Die Ruhebank war ein Geschenk der Gemeinde und der Ortsvereine. Zusammen mit Gattin Rita freute sich Holler über die Anwesenheit der früheren und aktuellen Gemeinderäte sowie der Vertreter der Ortsvereine und der Pfarrgemeinde. Bild: gl
Lokales
Stadlern
12.11.2014
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Schon während seiner 24-jährigen Amtszeit als Bürgermeister der Grenzgemeinde vermied es Günther Holler, im Vordergrund und im Rampenlicht zu stehen. Der Ehrenabend anlässlich seiner Ernennung zum Altbürgermeister wurde ebenso in bescheidenen Rahmen im Charlottenthaler Gasthaus Knott abgehalten.

Dort hieß ihn sein Nachfolger, Bürgermeister Gerald Reiter, zusammen mit Gattin Rita im Kreise der in seiner Amtszeit aktiven Gemeinderäte und der neugewählten Mandatsträgern sowie der Vertreter der Ortsvereine und Pfarrei willkommen. Er ging auch auf den erwünschten Rahmen des redlich verdienten Ehrenabends ein, nachdem vom Gemeinderat die Ernennung zum Altbürgermeister beschlossen wurde.

In seiner Laudatio blendete der Bürgermeister auf jenen sonnigen 18. März 1990 zurück, an dem Günther Holler erstmals zum Bürgermeister und Nachfolger von Rudolf Seitz gewählt wurde. Bereits 1978 war er mit 28 Lebensjahren erstmals in den Gemeinderat gewählt worden. Im 1984 gewählten neuen Gremium erfolgte dann die Wahl zum 2. Bürgermeister. Mit dem Bürgermeisteramt waren neben den Erwartungen der Bürger sicher auch Einschränkungen im Privatleben hinsichtlich Freizeit und Urlaub verbunden. War Günther Holler doch neben dem Beruf auch in das Vereinsleben eingebunden. Das neue Ehrenamt war dann oft tagesfüllend und erforderte das einem Oberpfälzer eigene Verantwortungsbewusstsein in hohem Maße. Schließlich habe Günther Holler diese Aufgaben 24 Jahre lang ohne Eigennutz erfüllt und den Dank der Bürger verdient. In diesen Jahren habe er viele Weggenossen im kommunalen Ehrenamt begleitet und teilweise auch auf dem letzten Weg, wie Bürgermeister Rudolf Seitz und Ehrenbürger Johann Koller, verabschieden müssen. Im Jahre 1998 wurde er bereits mit der Kommunalen Dankurkunde ausgezeichnet.

Weil Hollers Leistungen, die er immer feinfühlend eingeleitet und vollzogen hat, abendfüllend wären, erwähnte Reiter stellvertretend die Infrastruktur mit vier Kläranlagen in allen Ortsteilen, den Bau des Feuerwehrhauses, die Schaffung eines zukunftsgerichteten Gewerbegebietes und die Anbindung an das schnelle Internet mit Glasfaser. Sein Wirken bei der Förderung der Ortsvereine habe Stadlern, trotz der Probleme einer Grenzgemeinde, immer ins rechte Licht gerückt. Somit konnten viele Anliegen erfüllt werden.

Mit der Überreichung der Ernennungsurkunde zum Altbürgermeister, so Gerald Reiter, sei der Dank der gesamten Bevölkerung und der Vereine verbunden, während die Blumen für seine Gattin Rita ebenfalls eine verdiente Würdigung darstellen würden. Die Auswahl eines Geschenkes hingegen sei problematisch gewesen. Schließlich entschied man sich für eine Ruhebank, die zusätzlich eine Aufforderung darstelle, die Erinnerungen und kommenden Tage in Ruhe zu genießen.

Günther Holler dankte für die erwiesene Ehre, wobei er anmerkte, dass das "Alt" in seiner neuen Bezeichnung nicht ganz in seinem Sinne sei. Der Ehrenabend endete mit vielen Gratulationen und einem gemütlichen Ausklang, wobei der Wirts-Richard und der Fleischmann Rudl als Charlottenthaler Hausmusik neben der Bewirtung den entsprechenden Rahmen beisteuerten.
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