Annafest war wieder ein besonderes Ereignis
Tag mit Erinnerung verknüpft

Vom Schlagbaum an der Grenze aus marschierten die Ehrengäste und Vereinsabordnungen zur Anna-Kapelle in Schwarzach. Bilder: mmj (2)
Vermischtes
Stadlern
04.08.2016
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Das "Annafest" ist nicht nur für den kleinen Ort an der Grenze jedes Jahr ein besonderes Ereignis, sondern auch für die ehemaligen Bewohner aus der Region Waier (Rybnik). Für sie ist es ein Tag der Erinnerung an die alte Heimat.

-Schwarzach. Angeführt von den Musikanten der "Blechlawine Weiding" formierte sich der Kirchenzug. Mit den Mitgliedern des "Heimatvereins St. Anna Waier-Schwarzach" zogen Fahnenabordnungen von Stadlerner Vereinen sowie Bürgermeister Gerald Reiter und Gemeinderäte zur St. Anna-Kapelle. Dabei war auch die Schönauer Feuerwehr, die damit ihre nachbarschaftliche Beziehung zu Schwarzach/Charlottenthal zeigte.

An dem im Freien vor der im Jahr 1978 errichteten Kapelle aufgestellten Altar zelebrierte BGR Michael Reitinger den Gottesdienst. Der Geistliche begrüßte die Gläubigen, die sich der einstigen Pfarrei Waier verbunden fühlen. 70 Jahre nach Aussiedlung der Sudetendeutschen fanden diese zwar eine neue Heimat, die alte Heimat aber konnte diese nicht ersetzen. Inzwischen ruhten nun viele in fremder Erde. Zum Festtag der heiligen Mutter Anna erinnerte BGR Reitinger, dass diese besonders verehrt werde. In der Diözese seien ihr über 20 Orte geweiht. Sie und die Gottesmutter Maria hätten Bescheidenheit vorgelebt.

Zum Abschluss dankte Michael Ulschmid, Vorsitzender des Heimatvereins, dem Geistlichen für diesen Gottesdienst. Dankeswort richtete Ulschmid ebenso an die Vereine und die Teilnehmer an der Messe.

Nach dem gemeinsamen Zug zum Festzelt war dort von den Organisatoren zum Mittagessen alles vorbereitet. Mit der "Blechlawine" ging es unterhaltsam weiter, dabei wurden an den Biertischen traditionell Erinnerungen ausgetauscht.

Viel Aufmerksamkeit gab es beim Anna-Fest wieder für eine Bilderausstellung, die von Peter Lampl, Hans Vogl und Heribert Wurm aufgebaut war. Auch damit wurde optisch so manches Geschehen aus vergangenen Jahrzehnten wachgerufen.
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