Ausstellung im ehemaligen Polizeigebäude
Reise in die Vergangenheit

Die Initiatoren vom "Heimatkundlichen Arbeitskreis" mit Hans Vogl, Heribert Wurm und Peter Lampl (von links) erhielten beim "Tag der offenen Tür" viel Lob von den Besuchern, besonders von Bürgermeister Gerald Reiter (rechts). Bild: gl
Vermischtes
Stadlern
27.04.2016
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Eines der weitum kleinsten Archive hatte am Radlersonntag in der Grenzgemeinde der zu einem "Tag der offenen Tür" eingeladen. Er lockte besonders viele Einheimische, darunter auch Bürgermeister Gerold Reiter, in die Ausstellungsräume im ehemaligen Polizeigebäude.

Diese wurden dem "Heimatkundlichen Arbeitskreis" von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Die Initiatoren Peter Lampl, Hans Vogl und Heribert Wurm hatten dabei auch das 500-jährige Jubiläum vom "Reinheitsgebot des Bieres" einbezogen und das Brauwesen und die nicht mehr existierende Brauereien und Gastronomien des Grenzortes und des Umlandes unter die Lupe genommen.

Krüge und Schilder


Viele der ausgestellten Bierkrüge gaben Auskunft über viele Braustätten; auch etliche Schilder der früher zahlreichen Gastronomien, wozu noch Flaschenbierhandlungen kamen. Auch Informationen über den Erlass vom 5. Dezember 1712 unter der Herrschaft von Fürst Lobkowitz, dass die Stadlerner Bürgen all ihr benötigtes Bier, auch ihr Kindbett- und Hochzeitsbier, "bey den Bürgern der Stadt Schönsee" nehmen sollen, haben die Initiatoren ermittelt.

Weil ein "schlechtes Brauwerk und der Gesundheit schädliches Bier" geliefert wurde, ordnete der spätere Gebietsherr Freiherr von Karg im Jahre 1785 den Bau eines Brauhauses in Stadlern an und wies eine Beschwerde der Schönseer darüber ab, wie in der Chronik von Dr. Teresa Guggenmoos über Schönsee nachgelesen werden kann. Neben dieser kleinen Bierdokumentation hat der Arbeitskreis an die 2000 Bilder gesammelt und dazu von Bürgern Bilder von alten Häusern, Personen, Festen und Ereignissen, auch grenzüberschreitend, zur Verfügung gestellt bekommen. Diese wurden katalogisiert und digital gespeichert und auf Wunsch auf mehreren Bildschirmen vorgeführt. Nachdem am Sonntag in der Pfarrgemeinde auch Erstkommunion gefeiert wurde, waren viele Gruppenbilder mit den früheren Pfarrern ausgestellt.

Treffen mit Zeitzeugen


An den darunter stehenden Namen konnten viele die eigenen Erinnerungen und an die früheren Bewohner auffrischen. Auch an die ehemaligen Gebäude konnten sich zahlreiche Ausstellungsbesucher erinnern und ihre Kenntnisse weitergeben. So war es für viele eine "Reise in die Vergangenheit".

Schon bei früheren Anlässen wurden die Bilddokumente vom Arbeitskreis ausgestellt und hatten viel Aufmerksamkeit erregt. Sie treffen sich auch weiterhin jeden ersten Montag mit Zeitzeugen zu Dokumentationen, somit wieder am Montag, 4. Mai, um 19 Uhr in den Ausstellungsräumen im ehemaligen Polizeigebäude. Sie verdienen für ihre Aktivitäten viel Lob, ebenso die Bevölkerung, die Bilder und Gegenstände bereitstellt.
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