Bei Winterdienst mitNachbargemeinde in einem Boot
Gemeinde Stadlern setzt auf Kooperation und Räumplan

Sabine Markgraf freut sich über das neue Fahrzeug, das ihr Bürgermeister Gerald Reiter und sein Stellvertreter Tobias Eckl übergeben haben. Bei den täglichen Arbeiten im Gemeindebereich kann sie das Gefährt gut brauchen. Bild: mmj
Vermischtes
Stadlern
29.02.2016
77
0

Mit einem neuen Fahrzeug sind die Mitarbeiter der Gemeinde ganz sicher mobil. Den Winterdienst aber können sie damit noch nicht schultern. Immerhin ist die Kommune jetzt mit diesem Problem nicht allein.

Einstimmige Beschlüsse charakterisierten die jüngste Gemeinderatssitzung, die bei ihren Investitionen auch auf die Kooperation mit der benachbarten Kommune setzt.

Nach der Kündigung des Winterdienstes durch den Landkreis, muss die Gemeinde künftig dafür Sorge tragen. In Gesprächen mit dem Weidinger Amtskollegen Manfred Dirscherl sei man übereingekommen, dass für diese Arbeit eine gemeinsame Ausschreibung mit Weiding erfolgen sollte, berichtete Bürgermeister Gerald Reiter. Für die 47 357 Quadratmeter großen Straßenflächen gab es eine Rechnung vom Landkreis in Höhe von rund 16 000 Euro jährlich. Dieser Betrag, so die Meinung der Gemeinderäte, solle auch richtungsweisend für die künftige Belastung für den Winterdienst sein.

Allerdings rechnet man damit, dass die Schaffung eines Salzlagers in der Gemeinde erforderlich wird. Wegen Vorgaben für die Ausschreibung des Auftrags meinte der Bürgermeister auf Nachfrage von seinem Stellvertreter Tobias Eckl, könnte er sich eine Prioritätenliste vorstellen. Diese würde dann festlegen, welche Straßen vorrangig geräumt werden sollen. Ein Räumplan sei deshalb auszuarbeiten. Eine Verschlechterung des Räumdienstes dürfe nicht eintreten, so der allgemeine Tenor. Einstimmig erfolgte dann auch der Beschluss, dass zusammen mit der Nachbargemeinde Weiding die Ausschreibung für den künftigen Winterdienst erfolgen soll.

Ausrüstung gebilligt


Ohne Gegenstimme wurde dem Antrag der örtlichen Feuerwehr für die Anschaffung neuer Haltegurte für Atemschutzgeräte und eines Notfallrucksacks zugestimmt. Für die Diskussion über den Erwerb eines Werkzeugwagens hatte der Bürgermeister Unterlagen zur Entscheidungsfindung vorbereitet. Die Qualität der Ausstattung sollte dabei den Vorrang haben, so Gerald Reiter. Einstimmig wurde die Anschaffung zum Preis von 1100 zuzüglich Mehrwertsteuer genehmigt.

Der Bürgermeister gab bekannt, dass nun sein Stellvertreter Tobias Eckl als Standesbeamter ebenfalls Eheschließungen vornehmen kann. Dem Leader-Projekt für Mehrgenerationenplätze könne sich die Gemeinde anschließen, der Bürgermeister stellte sich eine Investition beim Badeweiher vor. Ferner informierte er über ein Treffen mit Bürgermeister Hynek Ríha aus Pobežovice (Ronsperg), bei dem gemeinsame Veranstaltungen geplant wurden. Die Homepage der Verwaltungsgemeinschaft wird im März freigeschaltet. Die Gemeinde könne aber jederzeit Anregungen einbringen. Positiv sieht Reiter die Möglichkeit, in der Gemeinde künftig mit zwei Hotspots gratis Internetzugang möglich zu machen. Standort und Kosten für die Gemeinde sind noch abzuklären.

Wasserohrbruch


Der Bürgermeister warb in der Runde für die Teilnahmemöglichkeit am Kurs in Erster Hilfe durch die Feuerwehr im März (Anmeldung bei ihm oder bei Kommandant Peter Reier). Bei einem Rohrbruch in der Reichenbergstraße gab es einen Wasserverlust von etwa 130 Kubikmeter. Aber auch eine gute Nachricht hatte der Bürgermeister im Gepäck: Für die Gemeindearbeiter steht ab sofort ein neues Fahrzeug zur Verfügung.
Weitere Beiträge zu den Themen: Winterdienst (18)Gemeinderat Stadlern (4)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.