Glaube vertreibt die Angst

Monsignore Thomas Schmid zelebrierte mit Pater Joseph aus Indien (links), Pater Wieslaw aus Polen (rechts) und Bischöflich Geistlichem Rat Michael Reitinger (Zweiter von rechts) den Festgottesdienst am Frauentag in Stadlern. Bilder: mhö (2)
Vermischtes
Stadlern
17.08.2016
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Ein festliches Bild bot der Zug der Priester, Ehrengäste, Vereinsabordnungen mit den Marienverehrern zum Kalvarienberg.

Eine Demonstration der Verehrung der Gottesmutter war der Festtag "Mariä Himmelfahrt" in Stadlern. Die Festpredigt zum "Großen Frauentag" lieferte den Anstoß, den Glauben zu zeigen und auch offen darüber zu reden.

Eine schier unüberschaubare Menschenmenge kam am Fest Mariä Himmelfahrt, dem "Großen Frauentag", in den Grenzort. Seit Jahrhunderten hat die Wallfahrt zur Gottesmutter nach Stadlern Tradition. Höhepunkt ist jeweils der Festgottesdienst am Kalvarienberg. Viele verbinden damit zugleich einen Besuch bei Freunden und Verwandten im Schönseer Land und lassen so den Tag auch zu einem persönlichen Heimattreffen werden.

Feier, die Kraft gibt


Pilgergruppen aus Schönau und Schönsee kamen zu Fuß, von Schönsee gab es zusätzlich erstmals seit Jahrzehnten wieder eine Pferdewallfahrt mit Kutschen und Wagen nach Stadlern. Bereits bei den Gottesdiensten am frühen Morgen war die Wallfahrtskirche voll besetzt. Zum Festgottesdienst zogen, angeführt von der Blaskapelle, die Priesterschaft, Ehrengäste, Vereinsabordnungen mit ihren Fahnen und viele Marienverehrer zum Kalvarienberg. Mit Hauptzelebrant Thomas Schmid, Zentralpräses der Marianischen Männercongregation, standen Bischöflich Geistlicher Rat Michael Reitinger, Pater Joseph und Pater Wieslaw, die in Schönsee und Weiding als Urlaubsvertretung tätig sind, am Altar. Vor Beginn des Gottesdienstes begrüßte die Sprecherin des Pfarrgemeinderats, Sophia Grau, die Priester und Ehrengäste, darunter MdL Alexander Flierl und Landrat-Stellvertreter Jakob Scharf, und die Gläubigen.

In Anlehnung an die Bibelstelle, in der von der Erscheinung eines feurigen Drachen berichtet wird, so Festprediger Thomas Schmid, schleiche sich heute die Angst in die Herzen der Menschen ein. Sie werden eingeschüchtert, es folgt die Angst, dass das eigene Leben kaputt gemacht wird. Angst grassiere um Gesundheit, Familie, Politik - alles krieche in den Menschen hinein. Ein lebendiger, gelebter Glaube könne dem aber entgegenwirken. Durch das Einstehen für den Glauben und das offene Bekenntnis dazu könne der Glaube nicht zerstört werden. "Unser Glaube kann nicht kaputt gehen, wenn wir zu ihm stehen, ihn zeigen und darüber reden", appellierte er an die Gläubigen, Kraft mitzunehmen.

Mit Pferdesegnung


Der Festgottesdienst wurde von der Blaskapelle Stadlern musikalisch begleitet, vor dem Segen wurden nach altem Brauch die Kräuterbüschel geweiht. Pater Joseph nahm die Segnung der Pferde vor, die ihre Reiter beim alten Brauhaus in nächster Nähe zur Messfeier positioniert hatten. Die kirchlichen Festlichkeiten endeten am Nachmittag mit einer Andacht in der Wallfahrtskirche.

Reges Treiben herrschte in dem zum Frauentag gehörenden weltlichen Teil entlang der gesamten Hauptstraße mit den aufgebauten Markt- und Verpflegungsständen. Ob wärmende Socken oder Autopoliturmittel, Musik-CDs oder Hosenträger, unterschiedlich war das Angebot der Standleute. Ebenso umfangreich war das Angebot fürs leibliche Wohl, das von Bratwürsten über Gockerl vom Grill bis zum Steckerlfisch reichte.
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