Glyphosat-Angriff auf Heckenbiotop
„"Das ist Umwelt-Terrorismus!"

Von der 50 Meter langen Hecke im Dorfgebiet von Schwarzach ist so gut wie nichts mehr zu sehen. Wo vorher Schlehen, Wildrosen, Ebereschen oder Felsenbirnen einen ökologisch wertvollen Zaun bildeten, ist jetzt selbst das Gras am Boden "totgespritzt". Walter Ostermayer hat eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro ausgesetzt, um den Täter zu finden. Bild: hfz
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Stadlern
25.05.2016
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Walter Ostermayer ist immer noch fassungslos - und sauer. Ein bisher noch unbekannter Täter hat seine ökologisch angelegte 35 Meter lange Hecke entlang der Staatsstraße im Stadlerner Ortsteil Schwarzach sowie eine 15 Meter lange Hainbuchenhecke hin zum Nachbargrundstück "totgespritzt".

"Das ist Umwelt-Terrorismus", sagt Ostermayer im Gespräch mit der NT-Redaktion. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und dem Verstoß gegen naturschutzrechtliche Bestimmungen. Es besteht der Verdacht, dass das Unkrautvernichtungsmittel vorsätzlich aufgebracht wurde. Tatzeitpunkt könnte Anfang Mai gewesen sein, da die Wirkung des Giftes vermutlich zeitverzögert eingetreten ist. "Es wurde hochkonzentriertes Glyphosat, gut bekannt als Roundup gespritzt", meint Walter Ostermayer. Ihm liegt viel daran, dass der Umweltfrevler gefasst wird. Für sachdienliche Hinweise an die Polizeiinspektion Oberviechtach (09671/92010), die zur Ergreifung des Täters führen, hat er eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt. Den Schaden beziffert er mit über 10 000 Euro.

Die Bio-Hecke hat der Förster erst vor sieben Jahren auf seinem Privatgrundstück entlang der Ortsdurchfahrt im kleinen Grenzdorf angelegt und dafür 470 ökologisch wertvolle Sträucher gepflanzt. Neben Weißdorn, Schlehe, Hartriegel, Eberesche und Kornelkirsche waren auch zahlreiche Wildrosenbüsche vorhanden. Das aggressive Mittel hat nun aber selbst die Kräuter und Gräser am Boden vernichtet.

"Die braun gewordene Spritzbahn ist deutlich zu sehen", sagt der Geschädigte. Er ist auch sehr erbost über den Tatzeitpunkt während der Nistzeit der Vögel und betont: "In der Hecke konnten viele Tiere Nahrung finden und es war auch eine sehr gute Rückzugsmöglichkeit!"
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